Carlos Janka
Fies - Österreicher gehen auf Janka los

Carlo Janka und Benjamin Raich kämpfen um jeden Punkt. Beiden können noch immer Gesamtweltcupsieger werden. Nun greifen die Österreicher zu fiesen Tricks - schon wieder.

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MMS Carlo Janka

MMS Carlo Janka

Keystone

Carlo Janka macht im Rennen um den Gesamtweltcup Boden gut. Nach den Rennen im norwegischen Kvitfjell liegt er noch 47 Punkte hinter dem führenden Österreicher Benjamin Raich.

Das macht die Österreicher nun offenbar sehr, sehr nervös. Sie ziehen daher die unterste Trick-Schublade. So geschehen nach der Abfahrt vom letzten Samstag, wie der «Blick» schreibt. Janka wurde sechster. Raich landete einen Nuller.

Nach dem Rennen hat Gert Ehn, Trainerreferent im österreichischen Skiverband ÖSV, von zu Hause zum Telefon. Er ruft ÖSV-Herrenchef Toni Giger an und bittet diesen, gegen Janka Protest einzulegen. Ehn, der das Rennen am Fernsehen angeschaut hat, behauptet, dass der Riesenslalom-Olympiasieger wegen eines Fehlstarts disqualifiziert werden müsse.

Alles am Fernsehen gesehen

Ehn will am Fernsehen gesehen haben, dass der Bündner vor der Auslösung des Starttores nicht wie vorgeschrieben bockstill gestanden hat, sondern sich mit einer Gleitbewegung einen Vorteil verschafft habe.

Dieser Vorwurf der Österreicher ist nicht neu: Aus dem genau gleichen Grund haben sie bereits letzten Winter in Val d'Isère Protest eingelegt. Janka hatte damals sein erstes Rennen gewonnen.

Bloss: Ehn hat sich total verguckt. Die Fernseh-Bilder zeigen nämlich auch dieses Mal, dass Janka stockstill stand. Jankas Trainer Sepp Brunner ist stinksauer: «Die Österreicher starten solche Aktionen nur, weil sie Carlo damit verunsichern wollen. Das ist eine absolute Sauerei!», sagt er dem «Blick».

Der Psychokrieg der Österreicher erinnert an die Olympischen Spiele. Da hat der ÖSV ebenfalls mit faulen Tricks versucht, Simon Ammann am zweiten Gold zu hindern. Sie behaupteten damals frech, Ammanns Bindung entspreche nicht dem Reglement und drohten mit Protesten. Der internationale Skiverband stellte dann das fest, was alle schon längst wussten: Simis Bindung ist korrekt und die Österreicher einfach schlechte Verlierer. (rsn)

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