Meeting in Monaco

Ferrari soll Vertrag respektieren

Meeting auf der Luxusjacht von Renault-Teamchef Flavio Briatore (links oben)

Meeting auf der Luxusjacht von Renault-Teamchef Flavio Briatore (links oben)

Die zehn Chefs der Formel-1-Teams hatten am Freitag in Monte Carlo keinen Ruhetag wie ihre Piloten. Vielmehr mussten sie einen wahren Meeting-Marathon bewältigen, um im Macht- und Regel-Kampf gegen die FIA nach Lösungen zu suchen.

Vormittags trafen sich die zehn Team-Verantwortlichen zu einer Sitzung der Teamvereinigung FOTA hinter der verspiegelten Glasfassade des mobilen Hauptquartiers von McLaren-Mercedes. Nachmittags folgte das Meeting im Hafenbecken, auf der Luxusjacht "Force Blue" von Renault-Teamchef Flavio Briatore.

Die zehn Chefs der Formel-1-Teams trafen sich, um im Macht- und Regelkampf gegen die FIA nach Lösungen zu suchen. Die Teamvereinigung FOTA hat grundsätzlich nichts gegen eine Budgetgrenze, allerdings soll diese deutlich höher als die vom Weltverband beschlossenen 45 Millionen Euro sein und schrittweise in den nächsten drei Jahren erfolgen. Zudem wehren sich die Teams gegen eine Formel-1-WM mit zwei unterschiedlichen Reglementen, in der die Rennställe mit Mini-Budgets technische Vorteile gegenüber den Werkteams hätten.

Die neuen Teams müssen bestimmte Qualitätskriterien erfüllen, fordert die FOTA, die verhindern will, dass Werksteams wie Ferrari die Königsklasse verlassen. Ferrari will sich von der GP-Szene verabschieden, wenn es für 2010 bei der beschlossenen Budgetgrenze bleibt, obwohl es 2005 versichert hatte, bis 2012 in der Formel 1 zu bleiben.

Andere Teams scheinen derzeit nicht so weit gehen zu wollen, falls keine Lösungen gefunden werden. Selbst in der FOTA stehen offenbar nicht mehr alle so bedingunglos hinter Ferrari wie auch schon. Die Konkurrenten ärgert, dass sich die Scuderia aus Maranello bei der FIA nicht nur ein Veto-Recht, sondern auch finanzielle Extra-Zuwendungen in Millionenhöhe ausgehandelt hatte.

Die Einschreibefrist für die Teams, die an der WM 2010 teilnehmen wollen, dauert noch bis 29. Mai. Doch auch danach seien noch Nennungen möglich, räumte FIA-Präsident Max Mosley ein, der auch ankündigte, in Sachen Zweiklassen-Gesellschaft gesprächsbereit zu sein.

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