Federer scheiterte im Halbfinal mit 3:6, 6:4, 1:6 an Andy Murray.

Es war Federers fünfte Niederlage in Serie gegen den sechs Jahre jüngeren Schotten. Ein viertelstündiges Black-out bei Roger Federer bewirkte die Entscheidung. Bizarrerweise stürzte Federer in ein Loch, als Andy Murray stürzte. Der Brite knickte bei 2:1 und 15:15 im Entscheidungssatz leicht um. Roger Federer leistete sich nach diesem Umfaller Murrays bei eigenem Aufschalg drei schnelle unerzwungene Fehler in Serie, kassierte so das Break zum 1:3 und raffte sich in der Folge nicht mehr auf. Zum 1:5 gab Federer den Aufschlag sogar zu Null ab. Nach 106 Minuten verwertete Murray den vierten Matchball.

Der Aufschlag liess Federer in Indian Wells im Stich. Nach gutem Beginn - kein Breakball für die Gegner in den ersten zwei Runden - liess die Service-Effektivität immer mehr nach. Gegen Gonzalez (1) und Verdasco (2) in Achtel- und Viertelfinal kassierte Federer drei Breaks; gegen Murray im Halbfinal sogar fünf.

Verloren hat Roger Federer die Partie womöglich im ersten Satz. In diesem führte er 2:1 und 40:0, ehe er ein erstes Mal in ein Loch stürzte. Murray holte in dieser Phase 13 der folgenden 14 Punkte und zog auf 4:2 davon. In der Folge musste Federer ungewohnt aggressiv spielen, um gegen die aufstrebende Nummer 4 der Welt ins Spiel zu kommen. Federer rückte in den drei Sätzen 37 Mal ans Netz vor. Dazu wurde er auch genötigt, weil er von der Grundlinie schlicht zu wenig sicher war, um mit Murray mitzuhalten (32 leichte Fehler).

Murrays Finalgegner ermitteln Rafael Nadal und Andy Roddick.