Der Baselbieter setzte sich gegen Stanislas Wawrinka 2:6, 6:3, 6:2 durch. Aussenseiter Wawrinka erwischte einen wahren Traumstart und führte nach knapp mehr als einer halben Stunde 6:2, 2:0. Als Federer dann aber seinerseits den ersten Servicedurchbruch zum Gleichstand (2:2) geschafft hatte, kehrte die Partie. Ein erneutes Break zum 5:3 war die Vorentscheidung im Satz und im dritten Durchgang gelangen der Weltnummer 2 zwei weitere Breaks. Wawrinka kam seinerseits noch einmal zu zwei Breakchancen, aber nach 107 Minuten verwertete Federer den ersten Matchball.

Wie am Tag zuvor, als er sein 900. Spiel auf der Tour bestritten hatte, war dies ein "runder" Sieg. Federer erreichte nicht nur seinen 10. Halbfinal des Jahres, sondern feierte auch seinen 50. Matchgewinn. Er hat dies nun zum neunten Mal in Serie geschafft, dieses Kunststück war zuletzt Pete Sampras gelungen (1990 - 98).

Halbfinal-Widersacher von Federer ist heute ein weiterer guter Freund. Gegen den Kroaten Ivan Ljubicic (ATP 17) führt Federer im Head-to-Head 12:3, das letzte Duell fand aber vor zweieinhalb Jahren statt, weil Ljubicic seither mehrheitlich eine Baisse hatte.

Vor dem Schweizer Duell hatte der Lokalmatador für negative Emotonen gesorgt. Der als Nummer 2 gesetzte Robin Söderling unterlag überraschend in zwei Sätzen dem Deutschen Florian Mayer und konnte dadurch sein Ticket für das Masters inLondon noch nicht endgültig lösen.