CL / Gruppe C

FCZ spielt sich in passables 1:1-Remis gegen AC Milan

Reals Doppeltorschütze Cristiano Ronaldo (links) nimmt Mass

Reals Doppeltorschütze Cristiano Ronaldo (links) nimmt Mass

Der FC Zürich verabschiedet sich mit einem 1:1-Remis gegen die AC Milan aus der Champions League. Damit geht der Noch-Schweizer-Meister in die Winterpause.

Die Südfranzosen hätten dank dem 1:1 des FCZ gegen Milan mit einem Heimsieg gegen Real Madrid noch die Achtelfinals erreichen können, unterlagen den Spaniern aber 1:3.

Die kleine Gefahr eines vorzeitigen Scheiterns wendete Real Madrid schon früh ab. In der 5. Minute brachte Cristiano Ronaldo den Gast mit einem aus 30 Metern direkt verwandelten Freistoss in Führung und belohnte die Madrilenen für eine starke, temporeiche Anfangsphase. Nun hätte das Starensemble aus Spanien mit vier Toren Differenz verlieren müssen, um noch auszuscheiden. Doch auch in der Folge und trotz des 1:1 durch Lucho Gonzalez (11.) blieben Ronaldo und Co. klar tonangebend und erspielten sich deutlich bessere Torchancen. Raul Albiol (60.) und nochmals der überragende Ronaldo (80.) sicherten schliesslich den Favoritensieg.

Schon vor dem 2:1 des Innenverteidigers hatten sich dem Team von Manuel Pellegrini zahlreiche Möglichkeiten geboten, die Führung wieder an sich zu reissen. Der spanische Meisterschafts-Zweite war körperlich und technisch überlegen, kombinierte phasenweise exzellent und hatte in Ronaldo den klar besten Spieler auf dem Feld in seinen Reihen. In der 28. Minute verpasste der Portugiese mit einem Kopfball an den Pfosten den zweiten Treffer nur um Zentimeter. Die gleiche Aktion führte in der Folge zu hochkarätigen Chancen von Pepe, Gonzalo Higuain und Sergios Ramos.

Marseille hatte jeweils nach den Rückständen seine besten Momente. Dann spielte OM offensiv und zeigte, dass die Abwehr der Madrilenen alles anderes als sattelfest ist. Beim 1:1 überlief der Nigerianer Taye Taiwo Reals Rechtsverteidiger Sergio Ramos mit grosser Leichtigkeit. Seine Flanke fand über einen weiteren Abwehrfehler den Weg zu Lucho Gonzalez.

Bei Gleichstand stellte Marseille seine Angriffe völlig ein und konzentrierte sich ganz und gar auf das Verteidigen des Unentschieden, das den Südfranzosen auf keinen Fall weitergeholfen hätte. Es war eine erstaunliche Taktik des von Didier Deschamps trainierten achtfachen französischen Meisters. Umso mehr, als die Marseillais mit ihren Angriffen durchaus für Verwirrung in der Hintermannschaft des Gegners sorgten. Nur sechs Minuten nach dem 1:2 führte die wiedergefundene Angriffslust zu einem von Real-Keeper Iker Casillas dumm verschuldeten Penalty, den Lucho Gonzalez an die Latte setzte.

Olympique Marseille - Real Madrid 1:3 (1:1).

Vélodrome. - 58 000 Zuschauer. - SR Stark (De). - Tore: 5. Cristiano Ronaldo 0:1. 11. Lucho 1:1. 60. Albiol 1:2. 80. Ronaldo 1:3.

Olympique Marseille: Mandanda; Bonnart, Diawara, Heinze, Taiwo; Lucho, Cissé (62. Koné), Cheyrou; Abriel, Brandao (78. Morientes), Niang (68. Valbuena).

Real Madrid: Casillas; Sergio Ramos, Pepe, Albiol, Arbeloa; Lassana Diarra, Xabi Alonso (78. Mahamadou Diarra), Marcelo; Van der Vaart (72. Raul); Higuain (63. Benzema), Cristiano Ronaldo.

Bemerkungen: Marseille ohne Rodriguez (verletzt). Real ohne Kaka, Van Nistelrooy, Metzelder und Guti (alle verletzt). 16. Tor von Brandao wegen Abseits aberkannt. 28. Pfostenschuss von Ronaldo. 69. Lucho schiesst Foulpenalty an die Latte. Verwarnungen: 10. Brandao (Foul). 29. Higuain (Foul). 37. Xabi Alonso (Handspiel). 63. Heinze (Foul). 66. Casillas (Foul).

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