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FCZ besteht Charaktertest im Brügglifeld

Aaraus Paulo Menezes wird vom Zürcher Almen Abdi gestoppt.

Menezes - Abdi

Aaraus Paulo Menezes wird vom Zürcher Almen Abdi gestoppt.

Eine Halbzeit lang vermochte der FC Aarau dem FC Zürich Paroli zu bieten. Danach setzte sich die spielerische Klasse der Zürcher durch. Djuric,Abdi und Nikci sorgten mit ihren Toren für einen 3:0-Erfolg und machen den FCZ wieder zum Leader.

Felix Bingesser

Nicht gerade mit vollen Hosen, aber doch mit gehörigem Respekt ist FCZ-Trainer Bernard Challandes nach Aarau gereist. Hier hat er in seiner Zeit als Zürcher Trainer noch nie gewonnen und mit Abwehrchef Hannu Tihinen und mit Eric Hassli fehlten dem Coach zwei Schlüsselspieler. Darum hat Challandes das Gastspiel im Brügglifeld als Charaktertest für seine Mannschaft bezeichnet. «Wer Meister werden will, der muss diesen Test bestehen », forderte der Coach.

Und die Zürcher haben den Test bestanden. Sie waren wie erwartet von Beginn weg die spielstärkere, technisch bessere und ballsicherere Mannschaft. Doch die Aarauer standen in der ersten Halbzeit kompakt, sie liessen wenig zu und sie kämpften mit den halt beschränkten Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen.

Doch die Aarauer liessen dabei viele Kräfte und als sie im zweiten Spielabschnitt an Konzentration verloren, da nutzten die Zürcher dies eiskalt aus. Xavier Margairaz bediente Djuric, der vier Minuten nach der Pause den richtungsweisenden Führungstreffer erzielte. Aarau vermochte nach dem Rückstand nicht zu reagieren. «Da hat man gesehen, dass wir ein Problem in der Offensive haben. Wir konnten nie Druck machen, wir waren nie zielstrebig », so Aarau-Trainer Ryszard Komornicki hinterher.

Zur fehlenden Durchschlagskraft in der Offensive kamen weitere, haarsträubende Fehler in der Defensive. Jonas Elmer liess sich in der 72. Minute den Ball von Djuric wegspitzeln, Almen Abdi bedankte sich und erzielte seinen 17. Saisontreffer. Kurz vor Schluss schraubte der eingewechselte Nikci das Skore auf 3:0 und besiegelte damit die Aarauer Heimniederlage. «Gegen eine so spielstarke Mannschaft darf man sich halt nicht so naiv verhalten», monierte Komornicki. Nun, auch der Aarauer Coach musste am Ende die Überlegenheit der Zürcher akzeptieren. «Abhaken und nach vorne schauen, wir müssen unsere Punkte halt woanders holen.» Beispielsweise am Wochenende in Sion. Denn für Komornicki ist klar: «Wir spielen nach wie vor gegen den Abstieg.»

Ganz anders war die Gemütslage der Zürcher, die nach dem ernüchternden 2:2 gegen Sion eine Reaktion gezeigt und sich die Leaderposition vor dem Spitzenkampf gegen YB dank dem doppelten Punktverlust des FC Basel wieder zurück erobert haben. «Das gibt Moral, denn wir haben heute in Aarau eine hohe Hürde genommen. Auch Basel und YB müssen noch nach Aarau. Ich bin froh, dass wir das hinter uns haben», so Challandes. Der FCZ-Trainer kam mit viel Respekt und ging mit strahlendem Gesicht.

Es war für den FC Zürich der perfekte Abend. Drei Punkte, dazu Basels überraschendes Unentschieden. Das Momentum im Spitzenkampf liegt wieder beim FC Zürich. Und die letzte Erfolgsmeldung kam von der U21. Dort hat Yassine Chikhaoui erstmals wieder während 30 Minuten mitgespielt. Vielleicht greift auch er noch in den Titelkampf ein.

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