Die Sache schien klar, als 2,5 km vor Schluss mit dem Norweger Magnus Moan der mit Abstand beste Langläufer der Kombinierer in der Spitzengruppe auftauchte. Doch zur Überraschung aller konnte Moan im Schlussaufstieg nicht mit dem entfesselten Japaner Norihito Kobayshi mithalten. Kobayashi setzte sich einem Fotofinish auch gegen den höher gehandelten Deutschen Tino Edelmann durch.

Erstmals seit der WM 1987 tauchten die Schweizer Kombinierer nicht in der Rangliste des Teamwettkampfes auftauchen. Das Schweizer Quartett trat in Liberec nach einer blamablen Leistung auf der Schanze nicht mehr zum Langlauf über 4x5 km an. Als Grund für den Startverzicht wurde eine leichte Virusinfektion der oberen Atemwege von Seppi Hurscher genannt.

Nach dem Springen hatten Ronny Heer, Tim Hug, Joel Bieri und Seppi Hurschler unter zwölf Team lediglich den 11. Platz belegt - und dies auch nur deshalb, weil die letztklassierten Amerikaner duch Bill Demong einen Nuller geschrieben hatten. Demong hatte seine Startnummer nicht mehr gefunden und war deshalb nicht zum Springen zugelassen worden.

An den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin hatten die helvetischen Kombinierer noch mit dem 4. Platz auf sich aufmerksam gemacht. Den letzten WM-Medaillengewinn hatte es 1995 in Thunder Bay (Ka) durch Markus Wüst, Armin Krügel, Stefan Wittwer und Jean-Yves Cuendet gegegeben, die damals den 3. Paltz erreichten.