Gigathlon 2015
Exklusiv: Das ist die Gigathlon-Strecke 2015 im Aargau

Der Gigathlon 2015 blickt in die Vergangenheit: Von Aarau aus werden die Athletinnen und Athleten schwimmend, rollend und laufend alle Bezirke des Kantons Aargau durchqueren.

Irene Müller
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Der Gigathlon soll 2015 ausschliesslich im Aargau stattfinden (Archivbild).

Der Gigathlon soll 2015 ausschliesslich im Aargau stattfinden (Archivbild).

Keystone

Nächstes Jahr ist es genau 600 Jahre her, seit das Gebiet des heutigen Aargau von den Eidgenossen erobert, und die Habsburger weitgehend vertrieben wurden. Darum steht der Gigathlon 2015 im Aargau ganz unter dem Motto «1415 – die Eidgenossen kommen».

Die Etappen wurden so angelegt, dass die Route zu einer historischen Entdeckungsreise wird. Dabei kommt es zu einem Rendez-vous zwischen Kultur, Geschichte und Sport. Ausgangspunkt ist die Stadt Aarau.

Aarau ist ideal für den Gigathlon

«Aarau ist von den zur Verfügung stehenden Plätzen ideal für die Durchführung des Gigathlons», sagt Projektleiter Corsin Caluori. «Ausserdem wird das Projekt vom Stadtrat unterstützt.» Bis zu 200 rote Iglu-Zelte werden auf dem Schachen-Areal erwartet, wo die Athletinnen und Athleten ihr Lager aufschlagen.

Die erste Etappe findet für die Single-Athleten am Freitag, 10. Juli statt. Im Rahmen der Eröffnungsfeier werden jeweils vier Athleten mit dem Bike von einer Rampe aus starten und einen kurzen Parcours rund um die Kantonshauptstadt bewältigen. Die mit dem Bike und auf der darauffolgenden Laufstrecke erreichten Punkte zählen bereits zur Gesamtwertung.

Vorbei an den Sehenswürdigkeiten

Am «Discovery Saturday» werden dann alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den fünf Disziplinen Biken, Schwimmen, Velofahren, Inline-Skaten und Laufen gefordert. Zur Belohnung haben sie auf der Strecke immer wieder tolle Aussichten auf zahlreiche Schlösser wie die Habsburg, das Schloss Wildegg oder Biberstein. Doch auch andere Highlights des Kantons werden passiert, wie beispielsweise das Amphitheater von Vindonissa.

Der Sonntag beginnt mit einer anspruchsvollen Veloroute mit dem Ziel Hallwilersee. Dort werden die Gigathleten nach einer Schwimmstrecke durch den See zum Schloss Hallwil laufen, um dort nach einer kurzen Sprintstrecke im antiken Burggraben wieder aufs Velo zu wechseln.

Mehr Höhenmeter, als man denkt

«Die Strecke darf man nicht unterschätzen», meint Corsin Caluori auf die Frage nach der grössten Herausforderung des diesjährigen Gigathlons. «Die Leute denken, die Routen seien weniger anspruchsvoll bei uns im Mittelland, da wir keine hohen Berge haben. Jedoch sind insgesamt mehr Höhenmeter zu bewältigen, als man denkt. Und das ist auf lange Sicht anstrengender als einmal auf einen Pass rauf und runter zu fahren.»

Durch den Gigathlon im Aargau wird die weitgehend unbekannte Geschichte der Entstehung des Kantons und die Bedeutung des Schicksalsjahrs 1415 für die Zukunft des Gebiets ins Bewusstsein gerufen. Damals wurden die Eidgenossen vom Deutschen König, der sich zuvor mit dem Habsburger Herzog zerstritten hatte, dazu aufgefordert, in den Aargau einzumarschieren. Berner, Zürcher und Innerschweizer griffen zur Hellebarde und eroberten eine Burg nach der anderen. Die eroberten Gebiete wurden aufgeteilt und es entstanden die noch heute den Kanton prägenden Regionen Freiamt, Baden, der Berner Aargau und das Fricktal, welches aber noch Jahrhunderte unter habsburgischem Einfluss stand.

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