Nachdem Géroudet die ersten beiden Runden souverän überstanden hatte, bedeutete im Achtelfinal die erfahrene Rumänin Anca Maroiu Endstation. In einem ausgeglichenen Duell verlor die 25-jährige Walliserin im Sudden Death 11:12.

Noch vor drei Monaten hatte Géroudet die 28-Jährige auf dem Weg zum überraschenden Europameistertitel in Sheffield klar geschlagen. Diesmal hielt Maroiu, die mit dem starken rumänischen Team bereits dreimal Europameisterin und einmal Weltmeisterin geworden war, gut dagegen. Géroudet verpasste zwar einmal eine gute Gelegenheit, sich einen kleinen Vorsprung zu erkämpfen, doch unter dem Strich hat sich die Schweizerin nichts vorzuwerfen.

Die zweite Schweizerin im Hauptfeld, Simone Näf, scheiterte schon in der Startrunde an der Deutschen Imke Duplitzer 14:15. Der talentierten Bernerin fehlte wohl ein wenig die Matchpraxis, um sich gegen die zweifache Europameisterin durchzusetzen. Wegen diverser Verletzungen konnte sie in diesem Jahr nicht so trainieren wie gewünscht und verpasste unter anderem die EM in Sheffield.

Im Degen-Einzel der Frauen gab es durch Li Na und Sun Yujie einen chinesischen Doppelsieg, doch die Dominatoren der am Donnerstag zu Ende gegangenen Einzel-Wettkämpfe waren die Italiener. Die Gastgeber sammelten acht Medaillen und stellten vier der sechs Weltmeister.

Ab Freitag stehen die Teamwettkämpfe im Programm. Die Schweizer Degenfechter um Bronzemedaillengewinner Fabian Kauter stehen am Samstag im Einsatz.