Schwingen
Erstmals ist ein Schwinger mit nationalem Format in Oberwil dabei

Am 7. Fraumatt-Schwinget in Oberwil stehen am Samstag «Eidgenosse» Bruno Gisler und «BL-Sieger» Patrick Räbmatter im Sägemehl im Einsatz. Tags darauf geht es im Sägemehlring auf der Steinegg um die Kränze.

Willi Wenger
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Bruno Gisler (oben) siegte bereits vor einem Jahr im Baselbiet, am Herbstschwinget in Gelterkinden

Bruno Gisler (oben) siegte bereits vor einem Jahr im Baselbiet, am Herbstschwinget in Gelterkinden

Willi Wenger

Heute Samstag ist der 7. Fraumatt-Schwinget in Oberwil (BL) mit 100 Schwingern ein ganz spektakulärer Sportanlass. Am Regionalfest greift eine Fülle von «Top-Leuten» zusammen, unter ihnen mit dem Solothurner «Eidgenossen», 106-fachen Kranzschwinger und 17-fachen Kranzfestsieger Bruno Gisler erstmals ein Mann von nationalem (Gross-)Format.

Ihn fordern wird mit Sicherheit Patrick Räbmatter, der mit dem «Basellandschaftlichen» vom Sonntag, 16. August, in Ormalingen erstmals ein Kranzfest zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Gut 24 Stunden nach dem Fest im Baselbiet findet ein weiteres Kräftemessen statt. Bei Himmelried (SO) organisiert der Schwingklub Dorneck-Thierstein-Laufental den Steinegg-Schwinget, wo ebenfalls über 100 Teilnehmer erwartet werden.

Die gesamte Baselbieter Elite ist in Oberwil dabei

Die Zwilchhosen anziehen werden in Oberwil im hinteren Leimental neben Jungschwingern die Aktiven, darunter die gesamte Baselbieter Elite. Sie werden angeführt von «Kranz-Leader» Andreas Henzer (65 Kränze), der schon zweimal im Schlussgang in Oberwil stand, und vom heuer gross auftrumpfenden Allschwiler Marc Stoffel, der mit vier Kränzen in der laufenden Saison brilliert hat. Ein weiterer Herausforderer wird Remo Kocher sein, der den Schwinget vor sechs Jahren für sich entscheiden konnte.

Gisler und Räbmatter, die gemäss dem Technischen Leiter des Organisationskomitees, Raymond Stalder, im Anschwingen auf Henzer beziehungsweise Stoffel treffen werden, heissen allerdings klarerweise die Favoriten, die Anwärter auf einen der vier Lebendpreise beziehungsweise auf den Tagessieg sind.

Und: Speziell ist schliesslich, dass am Ende des Tages der sogenannte «Schönschwingerpreis» für den technisch versiertesten Teilnehmer vergeben werden wird. 50 Aktive und 70 Jungschwinger haben sich für den mittlerweile schon traditionellen Fraumattschwinget eingeschrieben, der die Freiluftsaison im Baselbiet beenden wird.

Wer gewinnt auf der Steinegg?

Wenn am Sonntag, 23. August, bei Himmelried im Schwarzbubenland um den Tagessieg gekämpft werden wird, ist ebenfalls mit spektakulärem Schwingsport zu rechnen. Pressechefin Dorly Leutwyler sagt gegenüber der «bz», dass sich unter den Sennen und Turnern einige ausgewiesene Könner befinden und fügt an: «Wir haben 45 Aktiv- und 69 Jungschwinger eingeschrieben, darunter bekannte Namen wie der Basler David Sigg oder die Baselbieter Christian Brand und Patrick Waldner und von unserem Unterverband Johann Scherrer, Klemens Stegmüller und Christian von Arx.»

Traditionell mit dabei ist der Gastklub aus Oberwil (ZG), der als stärkste Waffen Rainer und Remo Betschart sowie Roland Bucher in den Kanton Solothurn entsendet. Vor zehn Jahren (!) siegte auf der Steinegg letztmals ein Einheimischer. Der Triumphator hiess Bruno Gisler, der damals den Baselbieter Damian Zurfluh besiegte. Gewinnt morgen wieder einmal ein Solothurner und damit das Rind «Lea»?