Vegas ist der erste Spieler und damit auch der erste Sieger aus Venezuela auf der US PGA Tour. Und er ist zugleich der erste Tour-Neuling seit 52 Jahren, der sich am traditionsreichen, nach dem Komiker und Entertainer Bob Hope benannten Turnier durchgesetzt hat. Er siegte mit einem auf mirakulöse Weise geretteten Par am zweiten Loch des Stechens gegen die Amerikaner Bill Haas und Gary Woodland.

Als Lohn empfing Vegas einen Check über 900'000 Dollar, ein fixes Spielrecht auf der US Tour bis Ende 2013 und eine Einladung ans US Masters im April. Damit geht für ihn ein Traum in Erfüllung. "Ich hatte es immer etwa so gefühlt: 'Lieber Gott, bevor ich sterbe, bring mich noch zum Masters.' So muss ich Gott jetzt einmal mehr dankbar sein, dass er mir das ermöglicht."

Jhonattan Vegas hatte sich in Venezuela die Grundbegriffe des Golfs mit einem Besenstiel und einem Stein beigebracht. Er sprach kaum ein Wort Englisch, als er 2002 nach Austin zog an die Universität von Texas zog. "Ich kannte niemanden. Ich musste immer hart kämpfen, um weiterzukommen." Erst Ende 2010 schaffte er als Gesamt-Siebter der "Nationwide Tour", des zweithöchsten Circuits in den USA, den Aufstieg in die US PGA Tour.

La Quinta, Kalifornien. Bob Hope Classic/US PGA Tour (5 Mio. Dollar/5 Runden/Par 72): 1. Jhonattan Vegas (Ven) 333 (64/67/67/66/69), Sieger am 2. Loch des Stechens. 2. Bill Haas (USA) 333 (69/68/68/62/66) und Gary Woodland (USA) 333 (65/69/64/66/69). 4. Ryan Palmer (USA) 334. Ferner: 7. Matt Kuchar (USA) 337. 13. Justin Leonard (USA) 339. 25. David Duval (USA) 341. 29. Shaun Micheel (USA) 342. 33. David Toms (USA), Mark Calcavecchia (USA) und Steve Elkington (Au) je 343. 61. Kenny Perry (USA) 347. -- Cut verpasst u.a.: Lee Janzen (USA), Stewart Cink (USA), Mike Weir (Ka), Rich Beem (USA).