Zu Beginn ihrer Final-Premiere schien es Timea Bacsinszky nicht schnell genug gehen zu können. Nach einer Viertelstunde führte sie 4:0, nach einer guten halben Stunde war der Gewinn des ersten Satzes unter Dach und Fach. Der zweite Abschnitt verlief ausgeglichener - auch deshalb, weil Sabine Lisicki ihre (zu) hohe Fehlerquote zu minimieren vermochte. Der erste Servicedurchbruch (zum 5:4) war für Timea Bacsinszky gleichbedeutend mit der Chance, die Partie mit eigenem Aufschlag zu beenden. Doch die Deutsche schaffte nochmals den Ausgleich. Mehr als hinauszögern konnte sie die Entscheidung zugunsten der Schweizerin allerdings nicht.

Der erste Turniersieg bringt der 20-jährigen Timea Bacsinszky neben 37 000 Dollar auch 280 Punkte ein, dank denen sie in der Weltrangliste unter die ersten 60 zurückkehren wird. Im vergangenen Jahr war die Lausannerin, derzeit die Nummer 70 im Ranking, im Grossherzogtum in der ersten Runde ausgeschieden. Ihre bisher beste Klassierung, Rang 48, hatte sie Mitte Oktober 2008 erreicht.

Der Erfolg gegen die gleichaltrige Sabine Lisicki, die unter anderem dank ihrem ersten Turniersieg im April in Charleston (USA) und der Viertelfinal-Qualifikation in Wimbledon auf Position 28 geführt wird, kommt für Timea Bacsinszky einer Revanche gleich. Im zuvor einzigen Vergleich war sie im Februar im Rahmen des Fedcups beim 0:6, 4:6 ohne Chance geblieben.