"Ich erwarte von mir, dass ich eine Medaille hole", so der Schweizer. Mit den Gesamtsiegen in der Tour de Ski und im Weltcup wurde Cologna im vergangenen Winter zu einer der grossen Nummern des Schweizer Sports. Jetzt soll er die erste Medaille eines Schweizer Langläufers seit Andi Grünenfelder vor 22 Jahren in Calgary gewinnen.

Der heutige "Fünfzehner" ist nicht das Rennen, mit dem Cologna die grössten Hoffnungen verknüpft. Die besten Chancen räumt sich der knapp 24-jährige Münstertaler in der Doppelverfolgung ein. Um am Samstag aus dem Vollen schöpfen zu können, verzichtet Cologna auf den Sprint in der klassischen Technik vom Mittwoch, obwohl er zuletzt in Canmore auch in dieser Disziplin erstmals den Sprung aufs Weltcup-Podest geschafft hatte. Dritter war er dort aber auch über 15 km geworden, was wiederum Mut für seinen ersten Auftritt auf der Olympia-Bühne macht.

"In Canmore habe ich mich warmgelaufen, die Spritzigkeit hat aber noch etwas gefehlt", sagt Cologna. Um sich erneut ganz vorne einzureihen, wird eine Steigerung auch nötig sein. Erst jetzt in Whistler ist die Weltelite komplett versammelt. Zu den Abwesenden gehörte in Canmore auch Colognas grosser Gegenspieler Petter Northug. Der Norweger kokettiert sogar damit, in Whistler alle sechs Disziplinen zu laufen. "Ob Northug das so durchzieht, werden wir dann ja sehen", sagt Cologna. Er selber geht von fünf Rennen aus, ein Fragezeichen könnte höchstens noch hinter der Teilnahme im Teamsprint (mit Eligius Tambornino) auftauchen. Momentan geht Cologna aber fest davon aus, in der zweiten Woche das komplette Programm zu absolvieren.