Bregy

«Er ist Fluch und Segen zugleich»

Der Ex-Nationalspieler Georges Bregy glaubt, dass es ohne Christian Constantin keinen FC Sion gebe. Es sei aber auch gefährlich, wenn der Club so diktatorisch geführt werde.

«Eines muss man klar sagen: Gäbe es Christian Constantin nicht, dann gäbe es auch den FC Sion in dieser Form nicht mehr. Natürlich hat er schon viel Geschirr zerschlagen. Die Art, wie er mit den Leuten umspringt, ist schon sehr speziell. Er zögert alles hinaus, er prozessiert an allen Ecken und Enden. Und es ist für einen Verein auch gefährlich, wenn er so diktatorisch geführt wird. Er ist Fluch und Segen zugleich. Aber im Wallis bringt man Constantin mehr Sympathie und Verständnis entgegen als in der restlichen Schweiz. Obwohl man es bedauert, dass es keine Identifikationsfiguren mehr gibt und die Mannschaft wegen der vielen Wechsel kein Gesicht hat.

Die Frage, ob das ganze Gebilde FC Sion irgendwann wie eine Seifenblase platzt, die beantworte ich mit Nein. Constantin ist kein Schaumschläger, er hat Geld und verdient viel Geld. In Montreux hat er an bester Lage Mehrfamilienhäuser gebaut und er hat auch lukrative Aufträge in Paris. Und wenn Constantin das neue Stadionprojekt im Wallis mit dem integrierten Spielcasino realisieren kann, dann wird der FC Sion im Schweizer Fussball angreifen und eine führende Rolle spielen. Das traue ich Constantin zu. Und im Prinzip ist er ja auch vernünftiger geworden. Seit er selber einmal kurz Trainer war, weiss er, wie schwierig dieser Job ist. Diese Erfahrung hat ihm die Augen geöffnet und er entlässt seine Trainer nicht mehr im Monatsrhythmus.» (fbi)

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