Enttäuschendes Remis der Schweizer Nati

Der Debütant und der Superstar: Padalino (l.) im Laufduell mit ManU-Stürmer Berbatov

Der Debütant und der Superstar: Padalino (l.) im Laufduell mit ManU-Stürmer Berbatov

Der Schweiz ist die Hauptprobe für die WM-Qualifikationsspiele im März gegen Moldawien misslungen.

In Genf reichte es gegen Bulgarien in einer schwachen Partie nach enttäuschender Leistung nur zu einem 1:1. Das Tor erzielte Benjamin Huggel (45.).

Unmittelbar vor der Pause spielte Captain Alex Frei Benjamin Huggel mit einem kurzen Steilpass im Strafraum frei, und der Mittelfeldspieler des FCB traf mit einem diagonalen Flachschuss zum Ausgleich. Es war im 30. Länderspiel das erste Tor für Huggel. Glück hatte er, dass er zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch auf dem Rasen stand. Kurz zuvor hätte er nämlich vom portugiesischen Schiedsrichter nach einem hässlichen Foul an Stiliyan Petrov statt nur gelb durchaus auch die Rote Karte sehen können.

So aber rettete Huggel der Schweiz immerhin ein Remis -- und das gegen einen Gegner, der derzeit schwierige Zeiten durchmacht. Bulgarien hat in der WM-Qualifikation in drei Spielen nur drei Punkte gewonnen und im November einen Test gegen Serbien 1:6 verloren.

Gegen die Schweiz zeigten sich die Osteuropäer aber in keiner Weise inferior. Im Gegenteil: sie gingen nach einer guten halben Stunde sogar verdient in Führung. Aussenverteidiger Stanislav Manolev spielte nach einem zu kurz abgewehrten Corner Stürmer Ivelin Popov frei, der den Schweizer Keeper Marco Wölfli aus zehn Metern mit einem Flachschuss bezwang (33.).

Die Schweizer hatten vor allem in den Minuten danach grosse Mühe, ins Spiel zurückzufinden. Immer wieder hatten die Bulgaren im Mittelfeld ein Übergewicht, und die Schweizer Innenverteidiger Philippe Senderos und Stéphane Grichting sahen sich wiederholt in gefährliche "Eins-zu-eins"-Situationen verwickelt. So vergab Dimitar Berbatov in der 37. Minute das 2:0 nur knapp.

Einen mehr oder weniger gelungenen Einstand feierte bei den Schweizern Marco Padalino. Der Tessiner setzte sich auf der rechten Seite ein paar Mal gut in Szene und flankte gefährlich in den Strafraum. Abnehmer für diese Bälle fanden sich indes nie. Die drei eingesetzten Schweizer Stürmer Alex Frei, Blaise Nkufo und Eren Derdiyok kamen zusammen zu keinem einzigen Erfolg versprechenden Abschluss. So hatten Bulgariens Keeper Georgi Petkov und Dimitar Ivanov die heissesten Szenen bei Weitschüssen von Tranquillo Barnetta (24.) und Blerim Dzemaili (74.) zu überstehen. Sie lösten diese Aufgaben aber ohne Fehl und Tadel.

Schweiz - Bulgarien 1:1 (1:1).

Stade de Genève, Genf. -- 9500 Zuschauer. -- SR Duarte Gomes (Por). -- Tore: 33. Popov 0:1. 45. Huggel 1:1.

Schweiz: Wölfli; Gelson Fernandes, Senderos, Grichting (46. Djourou), Magnin (61. Ziegler); Padalino, Huggel (61. Dzemaili), Inler, Barnetta (46. Abdi); Frei (67. Hakan Yakin), Nkufo (46. Derdiyok).

Bulgarien: Georgi Petkov (46. Ivankov); Manolev, Topuzakov (61. Ivalyo Petkov), Stoyanov, Milanov; Teliyski (67. Todorov), Angelov, Stiliyan Petrov (83. Kotev), Georgiev (71. Dimitrov); Popov (58. Rangelov), Berbatov.

Bemerkungen: Schweiz ohne Benaglio, Lichtsteiner, Behrami und Spycher (alle verletzt), Bulgarien ohne Martin Petrov und Bojinov (beide verletzt). Schweizer Ersatzgoalie: Leoni. Verwarnungen: 44. Huggel (Foul). 67. Milanov (Foul).

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