WM-Qualifikation

England und Holland: Siebter Sieg im siebten Spiel

Doppeltorschütze Rooney (l.) empfängt Lampards Gratulation

Doppeltorschütze Rooney (l.) empfängt Lampards Gratulation

An der letzten EM fehlte England, das nächste Turnier in Südafrika verpassen die «Three Lions» mit Sicherheit nicht.

Nach dem 6:0 gegen Andorra fehlt dem verlustpunktlosen Team von Fabio Capello nur noch ein Heim-Remis gegen die Kroaten.

Die Finnen sind indes endgültig vom WM-Kurs abgekommen. Vor eigenem Anhang unterlagen sie den favorisierten Russen 0:3. Schweden erfüllte wenige Tage nach dem bitteren 0:1 gegen die Dänen gegen das auch nach acht Partien torlose (!) Malta nur die Pflicht (4:0).

Exakt 240 Sekunden benötigte Wayne Rooney im mit 57 000 Anhängern sehr gut besetzten Wembley für das erste Tor. Zehn Minuten nach Frank Lampards 2:0 schoss Rooney das 3:0 (39.) gegen das hoffnungslos überforderte Andorra. David Beckham gehörte erstmals seit zwei Jahren wieder zur Startformation. Mit einem Freistoss bereitete der 112-fache Internationale den zweiten Treffer von Jermain Defoe (5:0) vor.

Finnland (mit FCZ-Captain Hannu Tihinen) wurde von Russland beim 0:3 regelrecht gedemütigt. Derweil sich die Osteuropäer dem topklassierten EM-Finalisten Deutschland bis auf einen Punkt näherten, wird sich "Suomi" nur noch in der Theorie mit einem Barrage-Platz befassen. Im Oktober steht der DFB-Auswahl in Moskau zweifelsfrei ein "heisser" Tanz bevor. Für die Doublette des Abends sorgte Alexander Kerschakow.

Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Dänemark geriet Schweden in der ersten Viertelstunde (mit FCB-Verteidiger Safari in der Startformation) selbst gegen Malta zweimal in Bedrängnis. Kim Källström löste die allgemeine Blockade erst in der 22. Minute mit dem 1:0. Unmittelbar nach der Pause erhöhten die Gastgeber innerhalb von sechs Minuten auf 4:0. Unter die Torschützen reihte sich auch der frühere FCB-Abwehrchef Daniel Majstorovic.

An der aus schwedischer Sicht prekären WM-Ausgangslage hat sich trotz erfüllter Pflicht indes wenig verändert. Das Handicap gegenüber dem zweitplatzierten Ungarn umfasst vier Punkte. Im kommenden September ist ein Erfolg in Budapest unumgänglich, ansonsten wird Lagerbäcks Equipe erstmals seit der Jahrtausendwende an einem EM- oder WM-Turnier nicht vertreten sein.

In Zagreb vermied die Ukraine in der Gruppe 6 in Kiew gegen Kasachstan trotz eines 0:1-Rückstandes einen Punktverlust. Die Korrektur erzwang Sergej Nasarenko im Alleingang. Zunächst zirkelte der Professional von Dnjepropetrowsk einen Freistoss ins Tor, ehe er in der zweiten Hälfte das 2:1 markierte. Dank dem Sieg hat die ehemalige Sowjet-Republik nun gleich viele Punkte wie Kroatien vorzuweisen.

Holland bestätigte die frühe WM-Qualifikation mit einem weiteren Sieg. Vier Tage nach dem 2:1 auf Island, mit dem die "Elftal" von Bert van Maarwijk das Ticket für Südafrika löste, kamen die Holländer in Rotterdam gegen das letztklassierte Norwegen (2:0) zum siebten Erfolg im siebten Auftritt.

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