Handball

Endingen muss in die Verlängerung gegen Stäfa

Der TV Endingen hat die Hausaufgaben im letzten Meisterschaftsspiel gemacht und setzt sich gegen Altdorf durch. Weil gleichzeitig der RTV Basel deutlich gewann, steigen die Bebbis auf und die Surbtaler müssen in die Barrage gegen Stäfa.

Nach einer langen und harten Saison mit 26 Partien fehlt dem TV Endingen ein einziger Punkt um direkt wieder in die Nationalliga A zurückzukehren. Oder um es auf die Spitze zu treiben: Ein einziges Tor fehlte. Hätten die Mannschaft von Trainer Zoltan Cordas im Heimspiel gegen den RTV ein Unentschieden erreicht, dann… Aber im Konjunktiv ist noch niemand aufgestiegen.

Wieder gegen Stäfa

Die Endinger legten einen Traumstart in der Zentralschweiz hin und gingen früh deutlich in Führung. Nach 15 Minuten lagen die Aargauer mit 7:2 in Front. Doch zum Seitenwechsel war es gerade noch ein Treffer Differenz. «Die erste Hälfte war nicht gut», knurrte Trainer Cordas nach der Partie. Deshalb wurde er in der Kabine auch laut und deutlich. Im zweiten Umgang liessen die Surbtaler dann nichts mehr anbrennen und fuhren den Sieg ein. Doch es war ein Pyrrussieg, weil auch der RTV Basel gewann muss jetzt Endingen doch den harten und beschwerlichen Umweg über Stäfa nehmen.

Wo den entscheidenden Punkt liegen gelassen?

Die Spieler sprechen immer wieder die Niederlage gegen Chênois an. «Aber wir sind selber Schuld», meint Christian Riechsteiner ganz klar. «Es ist sehr schade, dass Suhr unten ist. Wir konzentrieren uns jetzt auf die Barrage», blickt er bereits kurz nach der Sirene wieder nach vorne.

Ein Sonderlob vom Trainer erhielt Goalie Dario Ferrante. Ihm kommt eine ganz neue und besonders wichtige Rolle zu. Vorher teilte er sich die Spielzeit und damit auch die Verantwortung mit André Willimann. Doch nach dessen Ausfall spielt der junge Keeper praktisch immer durch – auf der im modernen Handball immer wichtiger werdenden Position. «Das ist mehr Lust denn Last», stellt der 1,88 m grosse Goalie fest. «Natürlich ist es auch ein rechter Druck, aber wenn man das managen kann, ist das Gefühl noch besser», zeigt er sich bereits sehr abgeklärt. Auf ihn wird in den Barragespielen bestimmt noch deutlich mehr Druck kommen.

In der zweiten Halbzeit drehte auch Kreisläufer Leonard Pejkovic gross auf. «Ich freue mich auf die Revanche gegen Stäfa», erklärt der slowenische Wusler. «Wir werden alles geben», verspricht er einen grossen Fight. Und das glaubt man dem generös kämpfenden Wühler aufs Wort. Die Katerstimmung nach dem verpassten direkten Aufstieg hielt sich im Surbtal in sehr engen Grenzen. Man blickt bereits freudig und optimistisch auf die Barragespiele, welche in zwei Wochen über die Bühne gehen.

Matchtelegramm:

KTV Altdorf – TV Endingen 23:28 (9:10)

Feldli, Altdorf. – 400 Zuschauer. – SR: Anthamatten/Wapp. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Altdorf, 2mal 2 Minuten gegen Endingen. – Torfolge: 1:1, 1:3 (10.), 2:7 (15.), 3:8, 4:9, 5:10, 9:10; 10:10, 12:11, 13:13, 14:14, 15:16, 16:17, 17:19, 18:20 (50.), 20:21, 21:23, 23:26, 23:28.

Endingen: Ferrante (ab 55. Häller), Huwyler (3), Kaiser (2), Kulenovic, Kündig, Leitner (2), Pejkovic (7), Christian Riechsteiner (4/1), Lukas Riechsteiner (2), Schubnell (3), Sudzum (5).

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