Leichtathletik

EM-Begeisterung in Zürich

Weltklasse: Springt die Russin Yelena Isinbayeva an der EM 2014 in Zürich? (eq Images)

Stab

Weltklasse: Springt die Russin Yelena Isinbayeva an der EM 2014 in Zürich? (eq Images)

Optimismus herrscht bei den Vertretern von Swiss Athletics, Weltklasse Zürich sowie Stadt und Kanton Zürich, dass die Europa-meisterschaft der Leichtathleten im Jahr 2014 in Zürich stattfindet.

Alfred Borter

Optimismus herrschte gestern im Letzigrund-Stadion bei der Ankündigung, kommenden Montag werde das Dossier für die Durchführung der Leichtathletik-EM 2014 bei European Athletics eingereicht. Es sei schlicht phänomenal, sagte Hansruedi Müller, Präsident von Swiss Athletics, dass die vor einem Jahr aufgebrachte Idee von allen Seiten Unterstützung erhalte: «Die Begeisterung ist gross.» Stadt und Kanton Zürich hätten je ein Darlehen sowie einen Defizitdeckungsbeitrag von 5 Millionen Franken gesprochen und alle möglichen Sportvereine, auch solche, die mit Leichtathletik nichts am Hut haben, hätten ihre Unterstützung zugesichert.

Nicht zurücklehnen

Das Dossier, mehrere hundert Seiten dick, sei so überzeugend, sagte Müller, dass man fest damit rechne, den Zuschlag zu erhalten - wobei natürlich nicht unerheblich ist, dass die Stadt Zürich einzige Kandidatin ist, nachdem sich Amsterdam zurückgezogen hat. «Das heisst aber nicht», betonte Müller, «dass wir uns jetzt zurücklehnen dürfen.» Die Kandidatur müsse hieb- und stichfest sein. Patrick Magyar, Meetingdirektor von Weltklasse Zürich, betonte vor allem, dass die Infrastruktur bereits vorhanden sei: Die Aufwärmstadien Utogrund und Sihlhölzli, wettkampftaugliche Trainingsanlagen in Regensdorf, Winterthur, Horgen, Thalwil sowie im Gebiet Adliswil und in der Flughafenregion. Und auch die Hotels hätten genügend Kapazitäten.

Aufstockung im Letzigrund

Neu ist einzig eine Aufstockung der Sitzplatzzahl im Letzigrund vorgesehen. Wegen des Einbaus von 900 Medienplätzen gehen rund 3000 Sitzplätze für zahlende Besucherinnen und Besucher verloren, und die möchte man wettmachen durch eine Aufstockung. Die Zusatzbänke sind jedoch nicht für die Ewigkeit gedacht, sondern werden nach der EM wieder entfernt.

Regierungsrat Hans Hollenstein für den Kanton und Stadtrat Gerold Lauber für die Stadt Zürich gaben ihrer Freude über die Pläne Ausdruck: Eine EM in Zürich gebe nicht allein dem Spitzensport, sondern auch dem Jugend- und Breitensport Auftrieb.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1