Diese «Kühlpflaster» verhalfen Viktor Röthlin zu EM-Gold

Sie sehen aus wie eine Tafel weisse Schokolade. Werden sie auf den Körper geklebt, senken die «EMCools Pads» die Körpertemperatur. Davon profitierte auch Marathon-Läufer Viktor Röthlin.

«Ich kann nichts anderes als Marathon, aber den kann ich wenigstens gut.» Das ist wohl wahr, holte sich Viktor Röthlin gestern an der Europameisterschaft in Barcelona doch die Gold-Medaille. Unter seinem Shirt trug er bis Kilometer fünf ein kleines Geheimnis - ein kaltes. Auf der Brust und auf dem Rücken des Spitzensportlers klebten Kühlpakete - sogenannte EMCools Pads - Emergency Cooling System. Diese trugen ihren Teil zu Röthlins Sieg bei.

Für Läufer ist es wichtig, bei Hitze-Rennen, wie das gestrige eines wahr, die Körperkerntemperatur vor und bis kurz nach Start möglichst tief zu halten. 30 Minuten vor Start klebte sich Röthlin die Pads auf die Haut. Der Marathon war eine regelrechte Hitzeschlacht. Viktor Röthlin setzte seine Geheimwaffe bereits beim olympischen Hitzemarathon in Peking (Sechster und bester Europäer) ein. «Das hat mir Sicherheit gegeben, weil ich wusste, dass ich in der Hitze bestehen kann.», sagte der Marathonläufer zur Sportinformation (Si).

Mit einer kühleren Körpertemperatur laufen

Die Kühlpakete werden normalerweise in der Medizin eingesetzt. Sie werden vor Gebrauch in einem normalen Gefrierschrank bei -8 bis -11 Grad vorgefroren. Röthlin konnte mit dem Einsatz der Pads länger als andere mit einer kühleren und damit optimaleren Körpertemperatur laufen. Dies half ihm, die 42, 195 Kilometer zu überstehen und als Erster ins Ziel einzulaufen. (skh)

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