Unihockey
Die Schweizer U19-Jungs stehen im WM-Final

Die Schweizer U19-Nationalmannschaft erreicht an der Weltmeisterschaft in Helsingborg (SWE) das Endspiel. Im Halbfinal schaltet sie dabei Gastgeber und Titelverteidiger Schweden aus.

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Die Schweizer U19 steht im WM-Final

Die Schweizer U19 steht im WM-Final

Claudio Thoma

Bereits ab der ersten Spielminute zeigte das Schweizer Team ein ganz neues Gesicht. Hatten die Rot-Weissen in den Gruppenspielen stets Mühe ins Spielgeschehen zu finden, waren sie im Halbfinal ab Anpfiff bereit – und mehr als das. Frech drückten sie den Schweden ihr Spiel auf, zeigten Einsatz- sowie Laufbereitschaft und tauchten Mal um Mal gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Belohnt wurde der frische Auftritt der Schweizer mit zwei frühen Treffern durch Jan Zaugg (5.) und Andrin Hollenstein (9.).

Auf den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Schweden wussten die Schweizer postwendend eine Antwort, bis zur Spielmitte baute das Team von Cheftrainer Simon Meier den Vorsprung gar auf drei Tore und einen Spielstand von 5:2 aus. Die zahlreichen Schweizer Fans in der Halle peitschten das Team an – als in der 56. Minute das 6:3 durch Micha Baumgartner fiel, schien der Finaleinzug bereits perfekt. Doch dann fassten sich die Schweden noch einmal ein Herz – und bei den Schweizern wurden wohl ein wenig die Knie weich. Es folgte eine Triplette von Marcus Karlsson und plötzlich sah man sich in der Verlängerung wieder. Da auch diese nicht die Entscheidung brachte, spielte schliesslich das Penaltyschiessen das Zünglein an der Waage.

Das Penaltyschiessen entschied

Die Schweizer konnten zuerst antreten und dreimal vorlegen; Jan Zaugg, Deny Känzig und Andrin Hollenstein traten dabei erfolgreich für ihre Farben an. Die Schweden zogen immer wieder nach, doch als der fünfte Schütze des Gastebers, Viktor Nysted, seinen Schuss vom stark aufspielenden Schweizer Keeper Lukas Genhard pariert sah, war der Finaleinzug der Eidgenossen perfekt.

«Die Erleichterung ist gross, wir haben am Schluss ziemlich gezittert. Ich bin froh, hat schliesslich doch noch alles ein gutes Ende genommen», sagt Torhüter Genhard nach der Partie. «Vielleicht haben sich am Schluss die Nerven etwas bemerkbar gemacht. Wir sind einfach zu weit zurückgestanden. Das war das Problem.» Geholfen habe, dass man die Schweden im vergangenen November an der Euro Floorball Tour zum ersten Mal überhaupt bezwungen hatte. «Den Sieg von damals hatten wir noch im Hinterkopf. Wir wussten, dass wir Schweden schlagen können.»

Nun wartet erneut Finnland

Im Final vom Sonntag spielt die Schweiz gegen Finnland. Im Gruppenspiel musste das Team von Cheftrainer Simon Meier gegen die Skandinavier eine empfindliche 4:12-Niederlage einziehen. Davon lässt sich Genhart nicht beeindrucken. «Wenn wir so spielen wie heute, haben wir gute und realistische Chancen auch Finnland zu schlagen.»

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