Das Team von Ottmar Hitzfeld zündete bei seinem fünften Auftritt in der WM-Qualifikation zwar kein spielerisches Feuerwerk, doch zur Hauptsache -- den drei Punkten -- reichte die zwiespältige Vorstellung in Chisinau. Nach der Hälfte des Qualifikations-Pensums hat die Schweiz damit 10 Punkte auf dem Konto und eine gute Ausgangslage für das Ticket nach Südafrika. Weiter geht es für Alex Frei und Co. bereits am Mittwoch. Dann gastiert Moldawien in Genf. Drei Punkte sind im Stade de Genève abermals Pflicht.

Moldawien war vor eigenem Anhang der angekündigt unangenehme Gegner, der sich vorab in der zweiten Halbzeit die eine oder andere Torchance erspielte. Doch über weite Strecken der Partie hatte die Schweiz das Geschehen im Griff und feierte dank den Treffern von Alex Frei und Gelson Fernandes einen verdienten Sieg. In der 32. Minute landete der Ball via Philippe Senderos und Blaise Nkufo in den Füssen von Frei, der den moldawischen Keeper Namasko aus 10 Metern problemlos bezwang. Für den Dortmund-Stürmer und Nati-Rekordtorschützen war es das 38. Tor im Trikot der Schweiz.

Der Schweiz ist vorzuwerfen, dass sie danach trotz vieler guter Möglichkeiten nicht eine frühzeitige Entscheidung herbeizwang. Vor allem Twente Eschedes Serien-Torschütze Nkufo stellte sich ungeschickt an. Er vergab zwischen 51. und 57. Minute gleich drei exzellten Torchancen. Auch Frei hätte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (52.) früh das 2:0 erzielen können.

Nach einer guten Stunde verlor das Schweizer Spiel an Qualität. Der zahlreiche Male verpasste zweite Treffer brachte Unsicherheit in die Aktionen. Marco Padalino, der eine starke erste Halbzeit zeigte und zusammen mit Stephan Lichtsteiner über die rechte Seite für viel Druck sorgte, verschwand im Verlauf des zweiten Umgangs ein wenig von der Bildfläche. Offensive Impulse kamen nach der Druckphase in der Startviertelstunde der zweiten Halbzeit nur noch wenige. Gökhan Inler zeigte wie im Testspiel gegen Bulgarien eine bescheidende Leistung.

Die Schweizer Defensive mit Benjamin Huggel als starkem "Sechser" musste trotz der spielerischen Schwierigkeiten im Aufbau nur selten gefährliche Momente überstehen, was auch an der Abschlussschwäche der Moldawier lag. Nur Igor Bugajow war eine stetige Gefahr. Er zwang Goalie Diego Benaglio in der 50. Minute zu einer sehenswerten Parade und hatte bei praktisch jeder gefährlichen Aktion der Gastgeber seine Füsse im Spiel. In den Schlusssekunden belagerte Moldawien das Schweizer Tor und liess Hitzfeld am Spielfeldrand zittern. Der kurz zuvor eingewechselte Gelson Fernandes erlöste die Schweizer in der 93. Minute mit dem längst überfälligen 2:0.

Moldawien - Schweiz 0:2 (0:1).

Zimbru, Chisinau. -- 10 000 Zuschauer. -- SR McDonald (Scho). -- Tore: 32. Frei 0:1. 93. Fernandes 0:2.

Moldawien: Namasko; Sawinow, Laschenko, Armas (87. Manaliu), Golowatenko; Epureanu; Ionita (56. Cebotaru), Gatcan; Kalinkow, Alexejew, Bugajow.

Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner, Senderos, Grichting, Magnin; Padalino (79. Fernandes), Huggel, Inler, Barnetta (93. Djourou); Frei, Nkufo (79. Derdiyok).

Bemerkungen: Schweiz ohne Spycher (rekonvaleszent) und Behrami (verletzt). Schweizer Ersatzspieler: Wölfli, Stocker, Dzemaili, Regazzoni. Auf der Tribüne: Leoni, Ziegler, Abdi, Müller. Verwarnungen: 38. Armas (Foul). 63. Epureanu (Unsportlichkeit).

WM-Qualifikation 2010, Gruppe 2: Moldawien - Schweiz 0:2. Luxemburg - Lettland 0:4. Israel - Griechenland 1:1.

Rangliste (je 5 Spiele): 1. Griechenland 10 (10:3). 2. Schweiz 10 (9:6). 3. Israel 9. 4. Lettland 7. 5. Luxemburg 4. 6. Moldawien 1.

Die ausstehenden Spiele.

Mittwoch, 1. April: SCHWEIZ - Moldawien, Lettland - Luxemburg, Griechenland - Israel.

Samstag, 5. September: SCHWEIZ - Griechenland, Israel - Lettland, Moldawien - Luxemburg.

Mittwoch, 9. September: Lettland - SCHWEIZ, Israel - Luxemburg, Moldawien - Griechenland.

Samstag, 10. Oktober: Luxemburg - SCHWEIZ, Griechenland - Lettland, Israel - Moldawien.

Mittwoch, 14. Oktober: SCHWEIZ - Israel, Griechenland -Luxemburg, Lettland - Moldawien.