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Die Ostschweizerin Giulia Steingruber holt EM-Gold und -Bronze

Giulia Steingruber verteidigt ihren EM-Titel am Sprung erfolgreich

Giulia Steingruber verteidigt ihren EM-Titel am Sprung erfolgreich

Giulia Steingruber verteidigt an den Europameisterschaften in Sofia ihren Titel am Sprung erfolgreich. Am Boden gewinnt sie die Bronzemedaille.

Der Poker von Steingruber und ihrem Trainer Zoltan Jordanov ging am Ende perfekt auf. Sowohl am Sprung als auch am Boden erreichte die 20-jährige Ostschweizerin ihr Ziel und holte Gold und Bronze. Am Schwebebalken resultierte nach einem Sturz Rang 8.

An ihrem Paradegerät, dem Sprung, zahlte sich die Taktik, welche sich Steingruber und Jordanov kurz vor dem Wettkampf zurecht gelegt hatten, einmal mehr aus. Obwohl die Ostschweizerin beim zweiten Sprung den Jurtschenko nur mit einer Schraube zeigte, wiederholte sie ihren Triumph aus dem Vorjahr. Dank der besseren Ausführung der beiden Sprünge siegte Steingruber am Ende knapp vor Anna Pawlowa (Aser), der Olympia-Dritten von 2004, und Larisa Iordache (Rum). Für Steingruber ist es nach Brüssel 2012 (Bronze) und dem Titel im Vorjahr in Moskau die dritte EM-Medaille an ihrem Paradegerät.

Wie bereits im Vorjahr riskierte Steingruber auch in Sofia nicht alles. In der Vorbereitung auf die Titelkämpfe war sie beim Jurtschenko mit zwei Schrauben gestürzt und musste deswegen eine mehrwöchige Trainingspause einlegen. Wohl auch deshalb wählte sie im Final wie bereits in der Qualifikation die Sicherheitsvariante, was sich auszahlte. Obwohl vier Konkurrentinnen einen höheren Schwierigkeitsgrad turnten, landete am Ende Steingruber zuoberst auf dem Podest.

Zum Abschluss der Titelkämpfe doppelte Steingruber am Boden nach. Nachdem sie am Vortag im Team-Final noch gestürzt war, zog sie ihr Programm im Final ohne groben Fehler durch und klassierte sich hinter Vanessa Ferrari und Iordache, die gemeinsam Gold holten, im 3. Rang. Steingruber holte damit als erste Schweizerin überhaupt an einem anderen Einzelgerät als am Sprung eine EM-Medaille.

Am Schwebebalken konnte Steingruber erwartungsgemäss nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Sie musste als erste der acht Finalistinnen ans Gerät und stürzte beim gehockten Salto vorwärts. Am Ende klassierte sie sich im 8. Rang, den sie bereits in der Qualifikation belegt hatte. Der Sturz konnte die Freude Steingrubers allerdings nicht trüben, immerhin hatte sie sich erstmals überhaupt am Schwebebalken für einen Final an einem Grossanlass qualifiziert.

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