Der grosse Abend des Alex Frei

Der grosse Abend des Alex Frei

Basel bezwingt Zürich dank Toren vorn Alex Frei

Basel bezwingt Zürich dank Toren vorn Alex Frei

Meister FC Basel ist vor 30520 Zuschauern mit einem knappen, aber verdienten 3:2-Heimsieg in die neue Saison gestartet. Alex Frei schoss dabei zwei Tore gegen einen starken FC Zürich. Es war das 17. Spiel in Folge, das der FCB gegen den FCZ nicht verlor.

Markus Brütsch, Basel

Manchmal begegnen sich in einem Auftaktspiel zu einer neuen Saison zwei verhalten auftretende Mannschaften, wie am Samstag GC und Xamax. Bisweilen ist das eine Team schon in Topform, das andere noch weit davon

entfernt, wie am Sonntag Luzern und St. Gallen. Ziemlich selten aber liefern sich die beiden Kontrahenten einen so intensiven, unterhaltsamen und gutklassigen Match wie an diesem überaus warmen Sommerabend der FC Basel und der FC Zürich. Dass am Ende der Meister und Cupsieger der letzten Spielzeit knapp oben aus geschwungen hatte, war zwar verdient, doch für den FCZ war es gleichsam bitter, für eine engagierte und couragierte Leistung leer ausgegangen zu sein.

Nachdem der überragende Alex Frei zwanzig Minuten vor dem Ende nach einer Flanke von Jacques Zoua nur den Innenpfosten getroffen hatte, war der Stürmer zehn Minuten vor dem Ende gleichwohl die entscheidende Figur. Nach einer Hereingabe des eingewechselten Debütanten Fwayo Tembo und einer Kopfballvorlage von Valentin Stocker drosch der Captain der Schweizer Nationalmannschaft die Kugel aus der Drehung in die weite Ecke -ein Tor der Sonderklasse zum 3:2.

FCZ fehlte Durchschlagskraft

Die Zürcher hatten sich danach zwar nicht aufgegeben und alles versucht, den Ausgleich zu erzielen. Doch in der Endphase fehlte ihnen dafür die Durchschlagskraft. Vor allem in der ersten Halbzeit und auch vor dem 2:3 aber hatten sie mit gutem Konterfussball zu gefallen gewusst. Joker Yassine Chikhaoui etwa hatte seinerseits das 3:2 auf dem Fuss, als er nach einem Doppelpass mit Alexandre Alphonse an FCB-Goalie Yann Sommer gescheitert war.

Beide Teams waren mit je zwei neuverpflichteten Spielern angetreten. Bei Basel hütete Yann Sommer für den gesperrten Franco Costanzo das Tor und Gilles Yapi versuchte im Mittelfeld das Spiel an sich zu reissen. Beim FCZ bildeten Chaker Zouaghi und Jorge Teixeira die Innenverteidigung. Und hatten die Zürcher zuletzt meist dem 4-2-3-1-System vertraut, setzt Trainer Urs Fischer offensichtlich auf die 4-4-2-Anordnung.

Zumindest bis zur Halbzeit mit ansprechendem Erfolg. Die Gäste versuchten, anders als bei den letzten Auftritten im St.-Jakob-Park, nicht das Spieldiktat an sich zu reissen. Ihre Absicht war, gut organisiert dem Gegner keinen Spielraum zu lassen und mit schnellen Kontern zu réussieren. Dies gelang insbesondere beim 2:1-Führungstreffer, als Dusan Djuric einen exzellenten Pass von Eric Hassli eiskalt genützt hatte. Zuvor hatte Teixeira (13.) einen Cornerball von Rodriguez zum 1:0 für den FCZ verwertet, nur fünf Minuten danach aber Frei eine erste Kopfballvorlage von Stocker zum 1:1 genützt. Die spektakuläre erste Halbzeit abgerundet hatte Zoua mit dem 2:2 per Kopf, als er die Flanke von Behrang Safari verwertet hatte.

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