Vasilije Mustur

Dabei sieht es in der Plaza de Toros in Logroño zuerst gar nicht gut aus für die Schweizer Nummer 1. Im ersten Satz hat Wawrinka keine Chance gegen den stark aufspielenden Nicolas Almagro und ging mit 6:3 vom Platz. Auch während des zweiten Satzes ist der Spanier der bessere Spieler. Doch Wawrinka kann sich immer wieder aus heiklen Situationen befreien. Damit wird das Selbstvertrauen des Schweizers grösser und breakt Almagro beim Stand von 4:4 gerade noch rechtzeitig. Danach serviert der Schweizer den Satz nach Hause.

Erschreckend schwacher Aufschlag
Im driten Satz bricht der Schweizer wieder ein. Dabei lässt ihn vor allem der Aufschlag im Stich. Nur gerade 35% erste Aufschläge bringt Wawrinka ins Feld. Die Konsequenz: Almagro holt sich den Satz mit 6:3. Überhaupt diktiert der Spanier dreieinhalb Sätze lang mit seinem soliden und fehlerlosem Grundlinienspiel das Geschehen fast nach Belieben.

Wawrinka lässt sich davon aber nicht beeindrucken und zieht im vierten Satz auf 5:2 davon - bricht dann plötzlich wieder ein. Almagro holt sich Spiel um Spiel und gleicht zum 5:5 aus. Gerade als Almagro sein Chance wittert, kommt Wawrinka zurück, nimmt dem Spanier den Aufschlag ab und holt sich den vierten Satz mit 7:5!

Im fünften Satz liegt Wawrinka zwar 1:3 zurück. Doch am Ende ist der Schweizer der mental stärkere und fittere Spieler auf dem Platz. Beim Stand von 4:3 für Wawrinka gelingt ihm das entscheidende Break und bringt die Schweiz nach vier Stunden im fast aussichtslosen Auswärtskampf gegen den letztjährigen Davis-Cup-Sieger Spanien in Führung.

Im zweiten Einzel trifft Marco Chiudinelli (ATP 56) als krasser Aussenseiter gegen den spanischen Teamleader David Ferrer (ATP 16) an. a-z.ch hält sie auf dem laufenden.