Um den Sieger zu ermitteln, war ein selten zu sehendes Dreier-Stechen notwendig geworden. Der Titelverteidiger Frankreich, Italien und die Schweiz hatten die zwei Umgänge mit je 4 Strafpunkten beendet. Der Weltrangliste-Erste Steve Guerdat mit Bianca unterlag in der Kurzentscheidung nach einem Abwurf gegen den Franzosen Guillaume Foutrier auf Valdocco und die Italienerin Giulia Martinengo Marquet im Sattel von Elzas.

Die ansonsten erfolgsverwöhnte Schweiz wartet seit dem Jahr 2000 - damals in Luzern - auf einen weiteren Sieg beim Heim-CSIO. Die Chance, endlich wieder einen Triumph auf heimischem Boden zu holen, liess die Equipe von Andy Kistler ein weiteres Mal ungenutzt verstreichen. Der Startreiter Martin Fuchs mit Chaplin und anschliessend Niklaus Rutschi im Sattel von Cardano leisteten sich in Umgang eins einen Abwurf. Dies wäre beinahe schon matchentscheidend gewesen, obwohl danach Paul Estermann mit Lord Pepsi und Guerdat mit Bianca fehlerlos blieben und im zweiten Umgang nur noch Blankoritte folgten. Frankreich mit Kevin Staut auf Calevo und Italien mit Luca Marziana auf Tokyo hätten beide mit ihren Schlussreitern den Sieg vorzeitig sicherstellen können. Da sie aber nicht fehlerfrei durchkamen, brachten sie die Schweiz nochmals zurück in den Wettkampf.

Guerdat musste als erster Reiter ins Stechen und legte eine Zeit vor, die seine Konkurrenten nicht erreichten. Aber hohes Tempo bedeutet auch mehr Risiko. Aus diesem Grund fiel wohl die Stange beim Einsprung in die Kombination. Foutrier und Martinengo Marquet ritten langsamer, aber eben fehlerfrei.