«Das sind Selbstmörder»

Nicolas, Matthias und Patrick sind begeisterte «Freerunner». Sie springen mit akrobatischen Kunststücken über jegwelche Hindernisse. Ihr Hobby sorgt aber für gelegentliche Anrufe bei der Polizei.

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Bei ihren spektakulären Sprüngen beziehen sie alle möglichen Hindernisse im urbanen Gelände mit ein. Über das Internet fanden sie zu ihrem neuen Hobby.

Heute trainieren sie jede Woche rund sieben Stunden in einer Turnhalle. Und wenn die Sonne scheint, trifft man sie in jeder freien Minute draussen an.

Bewegung im Mittelpunkt

Freerunning bedeutet, sich von Zwängen zu befreien und sich in jegwelcher Umgebung frei bewegen zu können. Dabei soll die Bewegung aber nicht Mittel zum Zweck sein, sondern Selbstzweck: Die Bewegung und der kreative Umgang mit Hidnernissen steht im Mittelpunkt. Dabei soll nach Möglichkeit immer der ganze Körper zum Einsatz kommen.

Als Vorlage für die Sprünge und Kusntstücke dienen oft Bewegungsabläufe aus dem Turnen oder auch aus akrobatischen Kampfsportarten. Diese werden frei nach dem Gusto der Anhänger der jungen Sportart in ihre Umgebung eingepasst.

Freerunning verbreitete sich - auch dank dem Internet - rasend schnell um den ganzen Erdball und ist inzwischen auch bereits in den Fokus von Firmen und Medien gerutscht.

Die bis heute bekannteste Freerunning Einlage ist im James Bond Film «Casino Royal zu sehen».

Keine ernsten Verletzungen

Obwohl das Ganze ziemlich gefährlich aussieht, hat sich bis heute keiner der drei ernsthaft verletzt. Sie scheinen ihre Grenzen zu kennen, denn «abgesehen von ein paar Schürfungen an den Händen ist uns noch nie etwas passiert», sagt der 17-jährige Matthias Egger.

Schwieriger ist da schon die Auseinandersetzung mit der Polizei. Zwar ist ihr Tun völlig legal, aber es kommt vor, dass besorgte oder genervte Passanten den Gesetzeshütern anrufen. Dabei wurde auch schon behauptet, die drei wollten Selbstmord begehen.

Im Gespräch zeigten sich die Polizisten aber bisher immer verständnisvoll: «Wenn wir den Polizisten erklären was wir hier machen, haben sie meistens Verständnis», meint dazu Nicolas Roth aus Suhr. (mik)

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