Doping
Das sind die grössten Doping-Skandale der Sportgeschichte

Er hat es also doch getan: Lance Armstrong gibt den Kampf gegen die Dopingvorwürfe auf und verliert alle seine Tour-Siege. Armstrong nimmt damit einen prominenten Platz auf der langen Liste der Dopingskandale ein.

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Die grössten Dopingskandale der Sportgeschichte
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Ben Johnson Gedopt zum Weltrekord: Der Kanadier Ben Johnson lief in Seoul 1988 mit 9,79 Sekunden Weltrekord. Weil er Steroide nahm, wurde ihm die Goldmedaille aberkannt.
Festina Skandal Mit 400 Ampullen Epo wird ein Festina-Teambetreuer 1998 an der Tour de France festgenommen. Die Mannschaft mit den Stars Richard Virenque (Bild) und Alex Zülle wird ausgeschlossen. Viele Teams treten die Flucht an. Nur 14 von 21 Mannschaften beenden die Skandal-Rundfahrt in Paris.
Bjarne Riis und Jan Ullrich 1996 gewann der Däne Riis die Tour de France. 2007 gesteht er: Ich habe gedopt. Sein damaliger Teamkollege Jan Ullrich (Toursieger 1997) war in die Fuentes-Dopingaffäre verwickelt und wurde 2006 von der Tour de France ausgeschlossen.
Romario Auch Fussballer dopen: Der brasilianische Weltmeister Ronaldo wurde im Alter von 41 Jahren positiv getestet.
Das Wunder von Bern Nach dem WM-Finale von 1954 fand der Platzwart leere Ampullen. In der Folge räumten zwei deutsche Spieler ein, dass ihnen eine Flüssigkeit verabreicht wurde. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um das Amphetamin Previtin handelte, das vor allem im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht eingesetzt wurde.
Tom Simpson 1967 bricht der Brite Tom Simpson bei der Tour de France beim Aufstieg auf den Mont Venoux zusammen und stirbt. Später wurde festgestellt, dass er mit Amphetaminen gedopt war.
Eddy Merckx Auch der Kanibale hat Doping-Erfahrung. 1969 wird er beim Giro positiv getestet und für vier Wochen gesperrt. Im gleichen Jahr gewinnt er seine erste Tour de France.
Michel Pollentier 1978 wird mit dem Belgier Michel Pollentier erstmals der Träger des Gelben Trikots von der Tour ausgeschlossen.
Marion Jones Die ehemals schnellste Frau der Welt gestand 2007 das sie gedopt habe.
Dieter Baumann Die Zahnpastaaffäre: Der deutsche Leichtathlet und Olympiasieger wurde positiv auf Nandrolon getestet. Das Doping sei ihm über eine Zahnpasta verabreicht worden, meinte Baumann. Er habe von nichts gewusst.
Johann Mühlegg Der gebürtige Deutsche gewann für Spanien im Langlauf 2002 bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City zwei Mal Gold. In seinem Blut wurde ein Epo-Derivat gefunden.
Floyd Landis Drei Tage nach dem Tour de France-Sieg wurde bekannt, dass der Amerikaner positiv auf Testosteron gestestet wurde. Der Sieg wurde aberkannt und dem Spanier Oscar Pereiro zugewiesen.

Die grössten Dopingskandale der Sportgeschichte

Keystone

«Ich wundere mich immer, dass überhaupt noch jemand erwischt wird», sagte Wilhelm Schänzer vom Kölner Doping-Labor vor den Olympischen Sommerspielen in London. In London lief während den Sommerspielen die grösste Anti-Doping-Offensive der Sportgeschichte. Ein Blick zurück zeigt jedoch, leistungssteigernde Mittel wurden im Sport schon immer eingesetzt.

Schon den Erfindern der olympischen Spiele, den Griechen, waren überzeugt, mit leistungssteigernden Mittel zum Erfolg zu kommen. Läufer beispielsweise sollten Ziegenfleisch essen, Boxer Stierfleisch und Ringer Schweinefleisch. Schlussendlich glaubten die Griechen jedoch, dass nur gewinne, wer in der Gunst der Götter stehe.

In Nordeuropa wurde beispielsweise Gift aus Fliegenpilzen konsumiert. Von den Inkas weiss man, dass sie Coca-Blätter kauten, um leistungsfähiger zu sein. Im alten Rom und in Ägypten waren Mohn und Opium weit verbreitet. (dno)