FC Aarau
Das Problem der Aarauer vor dem Basler Tor

Der FC Aarau begegnet dem FC Basel auf Augenhöhe und erarbeitete sich sechs hochkarätige Torchancen. Am Schluss stand es trotzdem 0:3 für die Basler.

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FC Basel gewinnt sicher, YB glücklich in letzter Minute
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Aarau verliert gegen Basel 0:3
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Aarau verliert gegen Basel 0:3
Die Fans des FC Basel zünden Pyros
Basler Fans zünden Pyros

FC Basel gewinnt sicher, YB glücklich in letzter Minute

Keystone

François Schmid-Bechtel

In der 41. Minute kassiert FCB-Torhüter Franco Costanzo eine Verwarnung wegen Spielverzögerung. Das sagt doch einiges über die Probleme aus, die der kleine FC Aarau dem grossen FC Basel bereitet hat.

Der Aussenseiter zeigte eine couragierte Darbietung. Er versteckte sich nicht. Er zog sich nicht zurück, sondern bearbeitete die Basler mit einem hartnäckigen Pressing und erstickte so das Kombinationsspiel des Titelkandidaten.

Mutig war nicht nur der Auftritt, sondern auch die Aufstellung der Aarauer. Dabei hatte Fredy Strasser bei seiner Premiere als Aarau-Trainer schwerwiegende Ausfälle zu verkraften. Mit Aco Stojkov fehlte der gefährlichste Offensivspieler, mit Jonas Elmer und Loris Benito die beiden Aussenverteidiger für die linke Seite. Strasser brachte auf dieser Position Rapisarda statt Marazzi. Ein starkes Offensiv-Signal des Trainers. Marazzi, der zuletzt stark aufspielte, sollte im linken Mittelfeld für Druck sorgen.

Noch erstaunlicher als der Offensivgeist der Aarauer ist die mentale Stärke, die sie gestern demonstriert haben. Normalerweise brechen sie in dieser Saison nach einem Gegentreffer ein. Wie zuletzt in Luzern, als sie sechs Minuten nach dem 0:1 mit 0:3 zurück lagen.

Nicht so gestern. Nach Chipperfields 1:0, der die Stellungsfehler von Rapisarda und Stoll bestrafte, drückte Aarau das Gaspedal durch. Burki (21.) traf nach einem Steilpass nur das Aussennetz, Mustafi (31.) nach einem Zuspiel von Burki nur die Latte. Dazwischen zauberte der FC Aarau eine Aktion auf den Rasen, für die eigentlich der FC Barcelona ein Copyright hat. Oder: «One touch»-Fussball für Geniesser. Der Ball kommt über Polverino, Mustafi und Sinanovic zu Lang, der am guten Costanzo scheitert.

Platzverweis gegen Aquaro

Mit dem 0:1 zur Pause ist der FC Aarau extrem schlecht bedient. Sinanovic zeigt als hängende Spitze bis zu seiner Auswechslung in der 64. Minute ein grosses Spiel. Polverino und Burki dahinter leisten ein enormes Pensum und kontrollieren die Schaltzentrale der Basler mit Huggel und Da Silva während langen Phasen des Spiels.

Sinanovic, Burki, Polverino - sie waren die drei herausragenden Aarauer Akteure an diesem bitteren Abend. Denn unmittelbar nach der Pause erarbeitete sich der Gastgeber erneut eine ausgezeichnete Möglichkeit zum 1:1. Doch Costanzo wehrte sowohl den von Burki abgelenkten Sinanovic-Schuss ab, als auch den Nachschuss des eingewechselten Pejcic.

In der 58. Minute sorgte Valentin Stocker dann mit dem 2:0 frühzeitig für die Entscheidung. Und es passte zum unglücklichen Auftritt, dass Verteidiger Giuseppe Aquaro beim Stand von 0:2 nach einem Foul an Almerares in der 71. Minute die gelb-rote Karte sah. Die Zugabe leistete der eingewechselte Jacques Zoua mit dem 3:0 in der 90. Minute.