«Das ist sehr, sehr aufregend»

Zürichs Offensivspieler Xavier Margairaz hat als Bub für Olympique Marseille geschwärmt. Jetzt kann er sogar selbst gegen die Südfranzosen spielen. In Ehrfurcht erstarren will er aber nicht.

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Margairaz revanchierte sich mit dem 2:0 für die Leistung aus dem Hinspiel

Margairaz revanchierte sich mit dem 2:0 für die Leistung aus dem Hinspiel

Keystone

Xavier Margairaz, so schön der Sieg in Mailand auch gewesen ist: Nun erwarten viele plötzlich auch einen Sieg gegen Olympique Marseille.
Xavier Margairaz: Das spürt die Mannschaft auch. Und es ist ja klar, dass wir nun mit sehr viel Selbstvertrauen ins Spiel gehen und das Ziel haben, zu gewinnen. Aber deswegen fühlen wir noch keinen zusätzlichen Druck. Dieser liegt eindeutig bei Marseille, das sich nach den beiden Niederlagen gegen Milan und Madrid hier in Zürich keine weitere Niederlage mehr leisten kann. Vergleichen wir doch bloss mal die Budgets der beiden Klubs, dann sehen wir sofort, dass es noch einmal einen genauso grossen Exploit wie in Mailand braucht, wollen wir gewinnen. Marseille ist der Favorit, wir sind Aussenseiter.

Worauf muss der FC Zürich besonders achtgeben?
Margairaz: Olympique hat von hinten bis vorne eine starke Mannschaft. Wir wissen, dass sie in der Offensive äusserst schnelle Spieler hat, da müssen wir sehr gut aufpassen. Und am Sonntag hat Marseille mit dem 3:0 in Nancy bewiesen, dass die Form zurückgekommen ist. Ich mache mich auf einen äusserst aggressiven Gegner gefasst, der einen hohen Rhythmus anschlagen wird.

Haben Sie auch einen Schwachpunkt entdeckt?
Margairaz: Nein, das ist mir nicht gelungen. Aber wenn wir kämpfen wie die Verrückten und nicht in Ehrfurcht erstarren - einfach genau so spielen wie in Mailand -, dann haben wir auch gegen Marseille eine Chance.

Für Sie als Romand dürfte es etwas ganz Spezielles sein, gegen die in Frankreich populärste Mannschaft anzutreten.
Margairaz: Schon als Bub habe ich im Fernsehen mit grossem Interesse die Spiele der Ligue 1 mitverfolgt. Und weil Olympique Marseille noch dazu mein Lieblingsklub ist, ist es schon sehr, sehr aufregend, nun gegen diese Mannschaft anzutreten.

Und dann wäre es ja doppelt schade, würde der FCZ wieder sein «Bellinzona- Gesicht» zeigen, statt sein wahres Potenzial abzurufen.
Margairaz: Es ist nicht einfach, die Champions League und die Meisterschaft miteinander zu kombinieren, in beiden Wettbewerben gleich konzentriert zu spielen. Diese Erfahrung haben wir leider machen müssen. Aber es geht natürlich trotzdem nicht an, dass wir in der Super League so katastrophal spielen. (BR)

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