Silvan Zurbriggen musste sich nur Vorjahressieger Reinfried Herbst geschlagen geben. Der Walliser schaffte bereits seinen vierten Podestplatz in diesem Winter - nur zwei Tage, nachdem er als "Titelverteidiger" schon die Hahnenkamm-Kombination im 2. Rang beendet hatte. Zurbriggen zwickte es im Rücken; trotz Medikamenten bekam er die Schmerzen nur teilweise in den Griff. Dass ihm der Planai-Hang liegt, hatte Zurbriggen schon mit Rang 5 im Vorjahr bewiesen.

Nur gegen Reinfried Herbst war kein Kraut gewachsen. Der Österreicher hatte schon die ersten zwei Slaloms der Saison in Levi und Alta Badia gewonnen und feierte nun seinen achten Weltcupsieg. Dritter wurde Weltmeister Manfred Pranger, womit das Podest genau gleich besetzt war wie in Alta Badia.

Nachdem er zuletzt in Adelboden nur 38. geworden war und in Wengen sowie Kitzbühel im ersten Lauf ausschied, konnte Marc Berthod wieder punkten. Der Engadiner schaffte mit Rang 14 sein bestes Slalom-Resultat des Winters.

Die drei anderen Schweizer Teilnehmer hatten nach dem ersten Lauf Feierabend. Im Fall von Marc Gini war diese Tatsache mit einer gehörigen Portion Frust verbunden. Nach sehr guter erster Zwischenzeit summierte sich der Rückstand auf 3,75 Sekunden, was in der Endabrechnung nur für den 35. Platz reichte. Keine grossen Sprünge hatte man von Dimitri Cuche (52.) und Weltcup-Debütant Sandro Boner (54.) erwarten können.

Felix Neureuther, der Sieger von Kitzbühel, schied nach einem Einfädler im ersten Lauf aus.

Schlussklassement: 1. Herbst 1:45,91. 2. Zurbriggen 0,56 zurück. 3. Pranger 0,82. 4. Benjamin Raich (Ö) 0,91. 5. Julien Cousineau (Ka) 1,76. 6. Manfred Mölgg (It) 1,97. 7. Julien Lizeroux (Fr) 2,03. 8. Naoki Yuasa (Jap) 2,28. 9. Akira Sasaki (Jap) 2,68. 10. Ivica Kostelic (Kro) 2,77. - Ferner: 14. Berthod 3,14.