Daniel Tarone wechselt zu Wohlen

Daniel Tarone verlässt den FC Baden und wechselt per sofort zu Wohlen. Dass der Transfer hinter dem Rücken der Verantwortlichen abgewickelt wurde, empört die Badener. «Das ist eine Frechheit», sagt Trainer Mirko Pavlicevic.

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Aargauer Zeitung

Beat Hager und Ruedi Kuhn

Es ist in diesen vorweihnatlichen und besinnlichen Tagen eine wahre Hiobsbotschaft für den FC Baden. Der Captain und Spielmacher Daniel Tarone verlässt den Erstligisten per sofort und unterzeichnet beim Challenge- League-Verein FC Wohlen einen Vertrag bis Sommer 2011. Dort soll der Mann, der in der Schweiz einst auf dem Sprung in die Nationalmannschaft stand, zum neuen Teamleader werden.

Noch im vergangenen Sommer rieben sich die Verantwortlichen des FC Baden erfreut die Hände. Nachdem damals ein Engagement von Tarone beim FC Wohlen scheiterte, engagierte der Erstligist den erfahrenen Mittelfeldspieler, der beim FC Aarau keinen neuen Vertrag mehr erhalten hat. Und trotz seinen 34 Jahren entpuppte sich der neue Captain zur Leaderfigur im Esp. Als Spielmacher führte er Baden auf den zweiten Tabellenplatz und zählte mit seinen sechs Saisontreffern auch zu den erfolgreichsten Torschützen im Team.

Tarone wills nochmals wissen

«Ich habe in den letzten zwei Wochen versucht, Tarone bei Baden zu halten. Doch der Spieler will es eine Spielklasse höher halt nochmals wissen», sagt Baden-Präsident Heinz Gassmann, der derzeit in Thailand in den Ferien weilt. Gassmann verweist auf den Amateurstatus in der ersten Liga, wonach die Spieler bei Angeboten aus einer höheren Liga nur schwer zu halten sind. «Der Transfer zu Wohlen erstaunt mich doch sehr, zumal die Freiämter noch im Sommer von einer Verpflichtung des Spielers abgesehen haben», so ein enttäuschter Gassmann.

Weit klarer formuliert Baden-Trainer Mirko Pavlicevic seinen Ärger. «Die Art und Weise, wie der FC Wohlen diesen Transfer abwickelte, ist eine Frechheit. Als Partnerverein wurden wir von Wohlen nie kontaktiert, während uns Tarone immer vorbildlich über seine Wechselabsichten ins Bild gesetzt hat», sagt Pavlicevic. Und ergänzt: «Wir haben Tarone bei uns aufgebaut und er hat er eine halbe Saison sehr gut gespielt. Mehrere Vereine aus der Challenge League und auch Klubs aus der Super League wurden wieder auf ihn aufmerksam.» Daher erstaunt sein Wechsel nicht. Für rote Köpfe sorgt einzig die Vorgehensweise der Wohler. Die bisherigen Mannschaftskameraden von Tarone wurden über den Abgang ihres Captains bereits informiert. Baden wird ihm keine Steine in den Weg legen und nun auf der Suche nach einem Ersatz aktiv werden. Bei Wohlen mag man sich derzeit zu möglichen Transfers nicht äussern. «Es wird Veränderungen im Kader geben. Aber vor Abschluss der Vorrunde werden wir keine Namen kommentieren», sagt Präsident Andreas Wyder.