Nach einer guten Startviertelstunde des Schweizer Meisters erzwang der spanische Gruppen-Favorit innerhalb weniger Minuten den Unterschied.

Bis zum 7:7 hielt Schaffhausen vor 2900 Zuschauern mit dem siebenfachen CL-Sieger mit, ehe sich die Einheimischen eine Serie von acht missratenen Angriffen leisteten. Die Katalanen mit diversen Stars der letzten Olympischen Spielen im Kader schufen dank ihrer Topklasse in der Offensive bis zur 21. Minute einen Fünf-Tore-Vorsprung. Brillant trat in der ersten Halbzeit Barça-Kreisläufer Cédric Sorhaindo auf. Der französische Olympiasieger markierte fünf Treffer.

Beim NLA-Leader spielten einige Leistungsträger nicht auf höchstem Niveau. Aufbauer Stojanovic beispielsweise drehte zu spät auf, verschuldete aber mit einigen Fehlpässen und ungenügenden Schüssen die tiefe Angriffs-Effizienz (41 Prozent) der ersten 30 Minuten erheblich mit. Die Flügel scheiterten ebenfalls reihenweise an Saric, der nominellen Nummer 2 der Spanier.

Die Gäste kamen letztlich zu einem komfortablen Sieg, ohne ihr Potenzial restlos ausgeschöpft zu haben. Sie gerieten nie auch nur annähernd unter Druck. Am Ende erhöhte die "zweite" Garde das Skore gar in regelmässigen Abständen. Ausser Keeper Vaskevicius, der drei Penaltys parierte, stemmte sich praktisch keiner mehr gegen die Vorführung vor eigener Kulisse.