Eine ordentliche Ausgangslage schuf sich der BSV Bern Muri im Challenge Cup trotz der 31:35-Auswärtsniederlage gegen Suceava (Rum).

Erst am Sonntag greifen Amicitia Zürich und die Kadetten Schaffhausen im Cupsieger-Cup ein; Amicitia trifft zu Hause auf Valladolid (15.30 Uhr), die Kadetten empfangen den Bundesligisten Nordhorn (18.00 Uhr).

St. Otmar befand sich gegen Velenje, das ohne den verletzten kroatischen Starspieler Ivan Cupic antreten musste, vor 1800 lautstarken Zuschauern von Beginn weg in Schieflage. Ab der 15. Minute lagen die St. Galler gegen das von allen Positionen aus gefährliche Heimteam stets mit mindestens mit vier Treffern in Rückstand. Während die Ostschweizer in der Defensive eine solide Leistung zeigten - Torhüter Kyung-Tai Han gelangen 15 Paraden -, war ihre offensive Ausbeute mehr als ungenügend.

Das Team von Trainer Markus Burger produzierte viel zu viele Fehlschüsse, wobei es oft nicht einmal das Tor traf. Gar nicht auf Touren kamen die Leistungsträger Martin Engeler, der bloss viermal vom Penaltypunkt aus reüssierte, und Aliaksei Usik, der nur einen von zehn Abschlussversuchen verwertete. Sie hätten sich zu stark von der Kulisse beeindrucken lassen, sagte Burger. Bernd Friede, mit acht Toren bester Werfer der Partie, ist überzeugt, dass sich die Mannschaft im Rückspiel ganz anders präsentieren werde. Dieses findet am kommenden Sonntag statt.

Die Chancen des BSV Bern Muri, am nächsten Sonntag als dritter Schweizer Verein nach Pfadi Winterthur (2001) und Wacker Thun (Sieger 2005) im Challenge Cup den Final zu erreichen, sind absolut intakt. Der Rückstand von vier Toren stellt gegen das sehr schnell und physisch spielende Suceava alles andere als eine unüberwindbare Hürde dar. In den Schlussminuten vergaben die Berner eine noch bessere Ausgangslage, nachdem sie nach einem 26:30 auf 30:31 herangekommen waren. Nach zwei Drittel des Spiels führten sie gar 25:23. 10 der 31 Treffer des BSV erzielte Benjamin Steiger.