Handball

BSV Bern Muri gelingt im Cup der Cupsieger der grosse Coup

Alex Milosevic coachte sein Team in die Viertelfinals

Alex Milosevic coachte sein Team in die Viertelfinals

Der BSV Bern Muri qualifiziert sich im Cup der Cupsieger überraschend für die Viertelfinals. Die ersatzgeschwächten Berner unterlagen beim russischen Vertreter Kaustik Wolgograd nur 26:27 (12:14) und kamen dank der Auswärtstor-Regel weiter.

Im Challenge Cup schaffte Kriens-Luzern problemlos das Weiterkommen, nachdem sich vor Wochenfrist bereits Wacker Thun für die Viertelfinals qualifiziert hatte.

Nach zehn Minuten hatte es in Wolgograd so ausgesehen, als ob die Berner die über 3000 Kilometer lange Heimreise mit einem "Päckli" antreten müssten. Kaustik führte zu jenem Zeitpunkt 7:2, ein Timeout von BSV-Trainer Milosevic wirkte aber gleichsam als Weckruf für die Langsamstarter. Angeführt von Goalie Dragen Marjanac und dem Trio Thomas Hofstetter, Manuel Reber und Sepp Schwander holte das BSV-Team Tor um Tor auf und ging in der 38. Minute erstmals in Führung. Anschliessend wog das Geschehen hin und her, die Gäste boten aber dem Favoriten dank couragierter Verteidigungsarbeit erfolgreich Paroli. Die letzten Schrecksekunden gab es in der Schlussminute: Kaustik kam 40 Sekunden vor Schluss nach einem Zeitspiel noch einmal in Ballbesitz, schaffte aber den goldenen Treffer nicht mehr.

Trotz des knappen 26:25-Heimsiegs vor Wochenfrist in der Mooshalle zu Gümligen hatte das Weiterkommen der Berner nicht erwartet werden dürfen, traten sie doch mit nur neun Feldspielern an. Die gewichtigen Absenzen - Goran Cvetkovic, Ladislav Tarhai, Tobias Baumgartner, Misha Kaufmann und David Staudenmann - wurden aber vom Rest des Kaders wettgemacht. Ebenfalls für die Moral spricht, dass das Team die beschwerliche Anreise gut wegsteckte. Der BSV war am Freitag morgen um 4 Uhr erst mit fünfeinhalbstündiger Verspätung in Moskau abgeflogen, nachdem Schneefall und ein über die Piste geratenes Flugzeug massive Verspätungen mit sich gebracht hatten.

Kriens-Luzern deklassierte im Achtelfinal-Rückspiel des Challenge-Cups den kroatischen Meisterschaftsvierten Siscia Sisak mit 34:29 (16:9). Nach dem 30:28-Sieg im Hinspiel führten die Zentralschweizer nach 17 Minuten bereits mit 10:4. Von da an war es nur noch ein Schaulaufen für das Heimteam. Sisak erreichte im Gegensatz zum Hinspiel bestenfalls noch besseres NLB-Format. Die beiden Serben in den Reihen der Schweizer, Bojan Beljanski und Boris Stankovic, ragten mit sechs beziehungsweise acht Treffern heraus.

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