Formel 1

Bremsprobleme bei Buemi

Sébastien Buemi fuhr in Barcelona auf die Trainingsränge 18 und 9

Sébastien Buemi fuhr in Barcelona auf die Trainingsränge 18 und 9

Beim Europaauftakt der Formel-1-WM in Barcelona machte ein Fachausdruck die Runde: Aeropaket.

Alle Teams waren nämlich im Freitagtraining mit aerodynamisch modifizierten Boliden gefahren, also mit einem neuen Aerodynamik-Paket. Tagesschnellster war einmal mehr Nico Rosberg im Williams mit Doppel-Diffusor.

Am meisten von allen hatte BMW-Sauber seine weissblauen Wagen runderneuert. Das Team ist innerhalb von vier GPs vom dritten auf den sechsten Rang zurückgefallen -- und steht vor allem nach den Plätzen 18 und 19, zuletzt in Bahrain, unter Zugzwang. Die Liste der Neuerungen zeigt, wie dramatisch die Situation ist: Frontflügel, Nase, Seitenkästen, Motorabdeckung, Diffusor, Heckflügel. Im Freitagtraining gab es mit diesen Neuerungen die Plätze 3 und 16 (Robert Kubica) sowie 4 und 17 (Nick Heidfeld).

Die Modifikationen sollen gemäss Teamchef Mario Theissen im Rennen einen Zeitgewinn von einer halben Sekunde pro Runde bringen. Um sich nur diesen Problemfeldern widmen zu können, baute BMW-Sauber erstmals in dieser Saison das Bremsenergie-Rückgewinnungssystem KERS in beiden Autos aus. Heidfeld und Kubica müssen auf dem Circuit de Catalunya weiter ohne Doppel-Diffusor auskommen .

Auch Sébastien Buemi fuhr im Freitagstraining weiter ohne Doppel-Diffusor, allerdings auch mit einem modifizierten Toro-Rosso-Auto: Vormittags 31 Runden lang (18.). Nachmittags aber nur 17 Runden lang (9.), weil er seinen Wagen wegen Bremsproblemen zwischenzeitlich auf der Strecke parkieren musste. Die fehlenden Trainingsrunden, wegen des Bremsdefekts, sah er nicht als Problem: "Ich könnte auf dem Barcelona-Kurs mit geschlossenen Augen fahren und trotzdem noch sagen, wann genau die nächste Bodenwelle kommt." So gut kennt er mittlerweile die 4,655 km lange Strecke.

Barcelona/Montmelo. Grand Prix von Spanien. Freies Training. Erster Teil: 1. Jenson Button (Gb), Brawn GP-Mercedes, 1:21,799 (204,868 km/h). 2. Jarno Trulli (It), Toyota, 0,355 Sekunden zurück. 3. Robert Kubica (Pol), BMW-Sauber, 0,422. 4. Nick Heidfeld (De), BMW-Sauber, 0,859. 5. Kazuki Nakajima (Jap), Williams-Toyota, 0,860. 6. Nico Rosberg (De), Williams-Toyota, 0,868. 7. Nelson Piquet jun. (Br), Renault, 0,954. 8. Timo Glock (De), Toyota, 1,029. 9. Felipe Massa (Br), Ferrari, 1,056. 10. Rubens Barrichello (Br), Brawn GP-Mercedes, 1,060. 11. Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari, 1,074. 12. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault, 1,135. 13. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 1,160. 14. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 1,278. 15. Sébastien Bourdais (Fr), Toro Rosso-Ferrari, 1,289. 16. Giancarlo Fisichella (It), Force India-Mercedes, 1,290. 17. Fernando Alonso (Sp), Renault, 1,358. 18. Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari, 1,386. 19. Heikki Kovalainen (Fi), McLaren-Mercedes, 1,723. 20. Adrian Sutil (De), Force India-Mercedes, 1,737. -- 20 Fahrer im Training.

Zweites Training: 1. Rosberg 1:21,588 (204,550 km/h). 2. Nakajima 0,152. 3. Alonso 0,193. 4. Barrichello 0,255. 5. Webber 0,439. 6. Button 0,464. 7. Vettel 0,494. 8. Piquet jun. 0,761. 9. Buemi 0,983. 10. Räikkönen 1,011. 11. Bourdais 1,027. 12. Fisichella 1,082. 13. Hamilton 1,221. 14. Kovalainen 1,288. 15. Massa 1,290. 16. Kubica 1,360. 17. Heidfeld 1,585. 18. Glock 1,772. 19. Trulli 2,035. 20. Sutil keine Zeit. -- 20 Fahrer im Training.

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