Boxen

Box-Verbleib bei Tokio 2020 nicht gesichert

IOC-Präsident Thomas Bach (rechts) kann einen Verbleib des Boxens im Olympia-Programm 2020 in Tokio nicht garantieren

IOC-Präsident Thomas Bach (rechts) kann einen Verbleib des Boxens im Olympia-Programm 2020 in Tokio nicht garantieren

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) beschliesst in Tokio mit sofortiger Wirkung, die Planung für das olympische Boxturnier in Tokio 2020 einzufrieren.

Dies schliesse auch den Ticketverkauf, die Einsetzung eines Qualifikationssystems und Wettkampfpläne ein. AIBA hat noch die Chance, bei den kritisierten Punkten nachzubessern.

Grund ist der umstrittene Amateurbox-Weltverband AIBA. Das IOC-Exekutivkomitee hatte am Vortag entschieden, eine Untersuchungskommission mit einer Überprüfung des Verbandes zu beauftragen.

Ein Kritikpunkt des IOC ist, dass die AIBA nach dem Kenntnisstand des IOC an seinem Standort in der Schweiz kein Bankkonto unterhalten oder eröffnen kann. Es gibt Spekulationen, dass ein Boxwettbewerb unter der Regie des IOC statt unter der des AIBA stattfinden könnte. Oder aber gar nicht.

Man wolle einen Boxwettbewerb bei den Spielen in Tokio und man werde alle Anstrengungen unternehmen, dass das auch so kommt, betonte Bach vor Journalisten in der japanischen Hauptstadt.

Die AIBA hatte den Usbeken Gafur Rachimow zuletzt mit deutlicher Mehrheit zu ihrem Präsidenten gewählt. Dem Geschäftsmann wird vorgeworfen, eine bedeutende Rolle in der organisierten Kriminalität zu spielen. Die AIBA hatte dem IOC einen Bericht unter anderem zur Verbandsführung und zum Finanzmanagement vorgelegt. Das IOC hegt aber weiter Sorgen.

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