Der Toggenburger Bösch war der beste Schwinger auf dem Platz und stellte einzig im Giganten-Duell mit Christian Stucki. Die restlichen Paarungen gewann er, unter anderen gegen den Brünig-Sieger Bernhard Kämpf, den ehemaligen Schwägalp-Sieger Thomas Zaugg und zuletzt im Schlussgang gegen Florian Gnägi. Bösch besiegte Gnägi in dem auf zwölf Minuten angesetzt gewesenen Finale mit Kreuzgriff nach 7:20 Minuten.

Glarner hatte im sechsten Gang gegen Beni Notz die Maximalpunktzahl erreicht und dadurch die Basis für seinen Co-Sieg (Rang 1b) gelegt. Der Berner Oberländer hatte allerdings im Vergleich zu Bösch ein "einfacheres" Notenblatt vorzuweisen. Der Schlussgangverlierer Gnägi startete mit vier Siegen stark in den Wettkampf, musste danach aber gegen Beni Notz im fünften Gang einen Gestellten hinnehmen, ehe er den Schlussgang verlor.

Nicht in die Entscheidung eingreifen konnte Christian Stucki. Der Kilchberger Sieger von 2008 startete zwar mit einem Sieg gegen Schwingerkönig Arnold Forrer. Danach folgten aber zwei Gestellte gegen Bösch und Samir Leuppi. Dank drei Siegen am Nachmittag sicherte sich Stucki dennoch einen Spitzenrang. Gar nicht in die Kranz-Entscheidung griff dagegen Schwingerkönig Forrer ein. Nach der Startniederlage gegen Stucki gab er das Fest verletzungsbedingt (Schulter) auf. Er konnte damit die heftige Niederlage der Nordostschweizer (4 zu 11 Kränze) gegen die Berner auch nicht verhindern. Zudem verpasste der König von 2001 vorerst die Chance, Hanspeter Pellets Rekord von 136 Kränzen zu egalisieren.