Im ausverkauften Eisstadion war beste Unterhaltung schon vor Start der Matchuhr geboten: Lausannes an sich verletzter Youngster Thomas Ruefenacht provozierte vor dem ersten Bully den Bieler Topskorer Thomas Nüssli so lange, bis es zu einer (am Ostersamstag nach identischer Situation noch ausgebliebenen) Schlägerei kam. Nach 90 Sekunden und ebenfalls heftigem Rencontre folgten ihnen Mathieu Tschantré und Jérémy Gailland unter die Dusche.

Biel hatte sich in den emotionalen Situationen wesentlich besser im Griff - und schlug daraus Profit. Nach weniger als zwölf Minuten führte das Heimteam dank praktisch optimaler Ausbeute im Powerplay (3/4) bereits 4:0. Emanuel Peter (4.) und zwei Mal Rico Fata (5./8.) sowie Serge Meyer schlossen schnelle Kombinationen nach jeweils praktisch gleichem Muster ab. Lausannes Reaktion blieb praktisch gänzlich aus. Bernie Sigrists 1:4 (18.) war nicht einmal ansatzweise der Start zu einer Aufholjagd des NLB-Meisters.

Für den im letzten Frühling nach 13 Jahren wieder in die NLA aufstiegenen EHC Biel zahlte sich der Trainerwechsel aus. Sportchef Kevin Schläpfer hatte nach den ersten beiden verlorenen Partien gegen Lausanne den dänischen Headcoach Heinz Ehlers entlassen und sich selber hinter der Bande postiert. Unter dem 39-jährigen Schläpfer, der nach erfüllter Pflicht laut eigener Aussage letztmals als Cheftrainer amtete, war Biel mit Ausnahme von Spiel 6 (1:6 am Ostersamstag in Lausanne) stets das bessere Team.

Biel - Lausanne 5:1 (4:1, 1:0, 0:0).

Eisstadion. - 7000 Zuschauer (ausverkauft/Saisonrekord). - SR Mandioni/Stalder, Mauron/Laurent Schmid. - Tore: 4. Neff (Peter/Ausschluss Trunz) 1:0. 5. Fata (Bicek, Truttmann/Ausschluss Sigrist) 2:0. 8. Fata (Truttmann, Steinegger/Ausschluss Staudenmann) 3:0. 12. Meyer (Neff, Dostoinov) 4:0. 18. Sigrist (Miéville) 4:1. 23. Tschannen (Fata, Steinegger/Ausschluss Zalapski) 5:1. - Strafen: 10mal 2 plus 2mal 5 (Tschantré, Fröhlicher) plus 10 Minuten (Fröhlicher) plus Spieldauer (Tschantré, Fröhlicher) plus Matchstrafe (Nüssli) gegen Biel, 10mal 2 plus 2mal 5 Minuten plus Spieldauer (Gailland, Sigrist) plus Matchstrafe (Ruefenacht) gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Miéville; Nüssli.

Biel: Caminada; Gossweiler, Kparghai; Reber, Meyer; Boss, Steinegger; Dostoinov, Stalder; Lötscher, Fata, Nüssli; Truttmann, Tschantré, Bicek; Küng, Peter, Neff; Tschannen, Fröhlicher, Zigerli.

Lausanne: Tobler (12. Walter); Trunz, Lardi; Leeger, Grieder; Zalapski, Schäublin; Chavaillaz, Villa; Tremblay, Yake, Ruefenacht; Sigrist, Miéville, Gailland; Lüssy, Staudenmann, Baumann; Suri, Jérôme Bonnet, Stefan Schnyder.

Bemerkungen: Biel ohne Deny Bärtschi, Ehrensperger, Flurin Randegger, Schneeberger, Wetzel (alle verletzt), Banham, Desmarais, Himelfarb, Hill und Kamerzin (alle überzählig), Lausanne ohne Bekar, Charpentier, Frunz und Zeller (alle überzählig). - Pfosten-/Lattenschüsse: 3. Fata, 30. Neff.