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Bernard Challendes: «Der FCB ist wie eine Kriegsmaschine»

Von den letzten 14 Begegnungen mit dem Erzrivalen aus Basel hat der FCZ keine gewonnen. «Diese Statistik interessiert mich nicht», sagt Bernard Challandes.

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«Wie eine Kriegsmaschine»

«Wie eine Kriegsmaschine»

François Schmid-Bechtel

3:2 gewann der FCZ am 26. November gegen den FCB. Es ist für die Zürcher bis heute der letzte Sieg geblieben. Die Niederlagen in der Meisterschaft seien nicht gravierend gewesen, sagt Challandes. «Doch jene beiden im Cup waren dafür umso schmerzhafter.» Auch heute deutet vieles darauf hin, dass der FCB zum 16. Mal in Folge gegen den Noch-Meister ungeschlagen bleibt. Auch wenn die Zürcher mit zuletzt drei Siegen in Serie ihrer Aktion «Aufholjagd» neuen Schwung verliehen. Doch Challandes relativiert. Man müsse schon auch die Qualität der Gegner in Betracht ziehen. Siege gegen Teams wie Aarau und Bellinzona seien Pflicht für den FCZ. «Doch das Spiel gegen Basel ist eine ganz andere Geschichte. Die haben ein super Offensiv-Potenzial. Wie eine Kriegsmaschine.» Und das hätten sie beim 4:2-Sieg in St. Gallen eindrücklich bewiesen.

Auf die Frage, ob es für den FCZ in der aktuellen Situation ohne Erfolgsdruck nicht einfacher sei, die negative Serie gegen Basel zu beenden, antwortet der impulsive Romand: «Wenn wir nur zum Vergnügen nach Basel reisen, sind wir tot. Nein, nein. Auch wir müssen Punkte holen. Luzern, GC, Xamax, Sion – sie alle träumen von der Europa League. Das Spiel gegen Basel wird aufzeigen, wo wir stehen.»

Pause für Chikhaoui?

Barmettler, Okonkwo und Rochat kehren nach ihren Sperren wieder ins Team zurück. Ausfallen werden dafür der langzeitverletzte Hassli sowie Tihinen, Aegerter und neuerdings auch Schönbächler, der an einer Entzündung am Knöchel laboriert. Ausserdem deutet vieles darauf hin, dass Yassine Chikhaoui, der gegen Aarau ein zehnminütiges Comeback gegeben und gegen Bellinzona immerhin schon 55 Minuten durchgehalten hat, die Partie im St.-Jakob-Park auf der Ersatzbank beginnen wird. «Yassine war fast zwei Jahre verletzt. Wir dürfen ihn jetzt nicht zu sehr forcieren», so Challandes. Noch immer ist die Angst vor einem erneuten Rückschlag für den Tunesier präsent – vor allem für Challandes. Für Chikhaoui wird auf der rechten offensiven Aussenbahn wohl Johan Vonlanthen erstmals in diesem Jahr von Beginn an einlaufen. Challandes sagt: «Seine Rückkehr ist interessant und eröffnet mir neue Perspektiven.» Vor allem im Wechselspiel mit Chikhaoui, da für beide ein behutsamer Steigerungslauf vorgesehen ist.

Die neuste Entdeckung beim FCZ, Oliver Buff, wird nach seinem furiosen Debüt beim 2:0 gegen Bellinzona erst mal von der Bank aus Anschauungsunterricht geniessen. Für den U17-Weltmeister ist es schon «eine grosse Sache», überhaupt im Kader zu stehen, nachdem er gegen Bellinzona so nervös gewesen ist, dass er vor seinem ersten grossen Auftritt permanent die Toilette aufsuchen musste. Vielleicht wäre Challandes gut beraten, Buff und den anderen U17-Weltmeister, Ricardo Rodriguez, gegen Basel von Beginn an eine Chance zu geben. Immerhin schleppen sie nicht einen Rucksack von 14 sieglosen Spielen mit sich rum. Denn mit der U21 haben sie diese Saison zweimal gegen den FCB gewonnen.