Champions League

Bayern München spielt in Florenz um Viertelfinal-Einzug

Ribéry, einer der Bayern-Hoffnungsträger

Ribéry, einer der Bayern-Hoffnungsträger

In der Champions League werden am Dienstag die ersten zwei Viertelfinalisten ermittelt.

Bayern München (gegen Fiorentina) und der FC Porto (gegen Arsenal) reisen mit einem 2:1-Vorsprung zum Auswärtsspiel. Mit 15 Punkten aus fünf Bundesligaspielen war der FC Bayern quasi im Überschalltempo ins Jahr gestartet. Doch in den letzten Wochen konnte das Ensemble von Coach Louis van Gaal die Konstanz nicht halten. Nur eines der vergangenen drei Meisterschaftsspiele gewann der deutsche Rekordtitelträger und im Hinspiel gegen die Fiorentina siegte er nach durchschnittlicher Leistung nur dank eines Abseitstores kurz vor Schluss 2:1.

Dieser Treffer bringt die Deutschen in Florenz aber immerhin in eine gute Ausgangslage. Sie, die seit 17 Pflichtspielen nicht mehr verloren, können sich im mit über 43 000 Zuschauern ausverkauften Stadio Artemio Franchi ein Remis erlauben. "Wir wurden lange nicht mehr besiegt. Warum sollten wir in Florenz verlieren?", fragte Bayern-Präsident Uli Hoeness.

Glaubt man deutschen Medienberichten, so geht es für Bayern am Dienstag nicht nur um die Viertelfinal-Qualifikation sondern auch um die Zukunft seines besten Spielers. Zuletzt nährten Hoeness und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Spekulationen, wonach Franck Ribéry München verlässt, wenn die Bayern in der Champions League erneut nicht weit kommen. "Franck lechzt nach Erfolg. Er gehört zu den besten Spielern Europas und will sich auf internationaler Bühne zeigen", sagte Rummenigge. Hoeness skizzierte die Zukunft Ribérys im Detail: "Wenn wir 0:3 verlieren, glaube ich nicht, dass er bleibt."

Dass die Bayern bis zu einem gewissen Punkt von den Leistungen Ribérys abhängig sind, hören sie in München zwar nicht gern, entspricht aber den Tatsachen. Neben dem Holländer Arjen Robben ist der Franzose der einzige "Bayer", der das Team auf ein gehobenes internationales Niveau bringen kann. Das offenbarte sich zuletzt am Samstag im Spiel gegen den 1. FC Köln (1:1), als Robben wegen einer Grippe fehlte, und der angeschlagene Ribéry bloss zu einem Teileinsatz gelangte.

In Florenz dürften Ribéry und Robben von Beginn weg dabei sein und die zuletzt etwas aus dem Tritt geratenen Stürmer Mario Gomez und Thomas Müller unterstützen. Sorgen macht sich Van Gaal derweil um die Besetzung der Abwehr. Neben Martin Demichelis fehlt auch Diego Contento. Daher dürfte der 17-jährige Österreicher David Alaba zu seinem Debüt in der Champions League kommen.

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