Dank eines Treffers von Marco Streller führten die lange genügsamen, aber dennoch leicht überlegenen Bebbi mit 1:0. Die Tessiner erstarrten vor knapp 19 000 Zuschauern zwar nicht in Ehrfurcht, für eine allgemeine Beunruhigung sorgten die forschen Gäste allerdings (noch) nicht.

Eine einzige Szene genügte zum kollektiven Gefühlsumschwung: Andrea Conti, der Sohn der Roma-Legende Bruno, zirkelte einen Freistossball ins Lattenkreuz. Damit traf der Italiener den FCB mitten ins Herz. Der Anhang beklagte sich nun plötzlich mit lauten Pfiffen über das mangelhafte Abendprogramm.

Und Christian Gross' Equipe war im Schockzustand nicht mehr in der Lage, die Blamage abzuwenden - notabene gegen eine Mannschaft, die zuvor in 14 Auswärtsspielen nur zehn Punkte gewonnen hatte. Zum grossen Ärger der Bebbi hatte kurz vor dem Ausgleich Nationalstürmer Eren Derdiyok eine hochprozentige Chance verpasst; er war nach einem Sololauf gescheitert.

Sieben der letzten acht Spiele gewann der FCB. Er wähnte sich endgültig auf Meisterkurs; zumal der Hauptkonkurrent Zürich zuletzt wieder schwächelte. Nun haben die Basler ihren Spitzenstatus abermals leichtfertig verspielt. Erster Profiteur war der FCZ, zum zweiten könnte YB (mit einem Heimsieg gegen Xamax) avancieren.

Basel - Bellinzona 1:1 (1:0)

St.-Jakob-Park. -- 19 033 Zuschauer. -- SR Wermelinger. -- Tore: 33. Streller 1:0. 76. Conti 1:1.

Basel: Costanzo; Zanni, Ferati, Abraham, Safari; Ergic, Gelabert (81. Gjasula); Frei (73. Stocker), Chipperfield; Streller (46. Perovic), Derdiyok.

Bellinzona: Zotti; Siqueira-Barras, Dudar, Mangiarratti, Raso; La Rocca (63. Roux), Mehmeti; Sermeter (63. Feltscher), Diarra, Conti (85. Hima); Ciarrocchi.

Bemerkung: Huggel (gesperrt), Hodel, Marque, Carlitos (alle verletzt), Gashi, Rivera (beide gesperrt), Thiesson (verletzt). Verwarnungen: 42. Diarra, 61. Mehmeti (beide Foul).