Rad
Bahn frei für die schnellen Räder

In zwölf Tagen, also vom 5. bis zum 7. Juni, wird in Gippingen das Radrennsport-Fieber seinen Höhepunkt erreichen. Die Hauptattraktion ist einmal mehr der 46. Grosse Preis des Kantons Aargau.

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Martin Elmiger

Martin Elmiger

Aargauer Zeitung

Aline Toch

Es ist das grösste und gleichzeitig wohl eines der schönsten Eintagesrennen in der Schweiz. Ein weiteres Mal konnten die Organisatoren der Radsporttage Gippingen die Profiteams der Radsportszene ins Zurzibiet holen. «Ingesamt sind es fünfzehn Teams, die sich für das Rennen verpflichtet haben», erzählt Olivier Senn, der Rennmanager. Am Start sind auch drei Teams aus der Protour.

Zum Favoritenkreis gehört das französische Rennteam AG2R la Mondiale. In den letzten beiden Jahren trug der Sieger jeweils ein AG2R-Trikot. Wer siegen will, wird auch dieses Jahr zuerst die Franzosen ausstechen müssen. In diesem Team fährt auch ein Schweizer mit, Martin Elmiger. Der Zuger stand in Gippingen bereits 2003 zuoberst auf dem Podest. Letztes Jahr vereitelte nur sein Teamkollege Lloyd Mondory einen erneuten Vollerfolg des Schweizers.

Aus dem Schweizer Cervélo Test Team sticht ein Name besonders heraus: Thomas Haussler. Der Deutsche wurde dieses Jahr sowohl beim Weltcuprennen Mailand-Sanremo als auch bei der Flandern-Rundfahrt Zweiter. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis er seinen ersten Sieg folgen lässt. Diesen will auch der Tessiner Rubens Bertogliatti, der seine ausgezeichnete Form beim Giro d ́Italia unter Beweis stellt.

Drei Tage dreht sich das Rad

Der Grosse Preis des Kantons Aargau ist nur eines der vielen Rennen, die vom 5. bis zum 7. Juni in Gippingen ausgetragen werden. Den Auftakt machen die Militärradfahrer. Diese werden in Gippingen den neuen Schweizer Meister küren. Zuerst werden in den technischen Disziplinen die Handgranatwerf- und -zielkünste der Teilnehmer auf die Probe gestellt, bevor sie mit ihren Militärrädern die Rennstrecke unsicher machen.

Auch die Junioren und Breitensportler gehen in Gippingen nicht vergessen. Bei den siebzehn Rennen, die auf dem Programm stehen, findet jeder Radsportbegeisterte eine Möglichkeit, zu starten und wie die Profis auf abgesperrter Strecke zu fahren. Je nach Trainingsstand und Formkurve kann man die Streckenlänge selbst wählen: 96 km, 75,2 km oder 37,6 km stehen beim Axpo-Volksrennen, das am Samstag über die Bühne rollt, zur Auswahl.

Im Tandem unterwegs

Auch die Behindertensportler kommen gerne nach Gippingen. Beim Massenstart am Samstag und beim Einzelzeitfahren am Sonntag werden diese Sportler einmal mehr eindrücklich zeigen, dass im Sport, trotz Behinderung, mit der richtigen Unterstützung alles möglich ist.