Olympiade

Auf Olympia folgt die Büez: Wer womit sein Geld verdient

Mike Schmid posiert in Canvouver vor einer Strassenmaschine. im Sommer ist der Skicross-Crack in seinem beruf als Strassenbauer tätig. (Bild: Sven Thomann/Blick)

Mike Schmid

Mike Schmid posiert in Canvouver vor einer Strassenmaschine. im Sommer ist der Skicross-Crack in seinem beruf als Strassenbauer tätig. (Bild: Sven Thomann/Blick)

Brot statt Spiele heisst es jetzt wieder für viele Athleten aus Olympia. Dabei fällt auf, dass jene Sportler in Vancouver am erfolgreichsten waren, die nicht mit dem goldenen Löffel zur Welt gekommen sind. Alles über die Büezer-Sportler - und womit sie im normalen Leben ihr Geld verdienen.

«Der Ehrgeiz, durch den Sport etwas im Leben zu erreichen, ist in einfacheren Verhältnissen einfach grösser. Gelichzeitig sind diese jungen Leute bodenständig, belastbar und heben nicht so schnell ab», sagt Beat Villiger, langjähriger Olympiaarzt der Schweizer und ehemaliger Klubarzt beim HC Davos zur Zeitung «Sonntag».

Ein paar Beispiele:

Goldjunge Simon Ammann stammt aus einer Bauernfamilie im Toggenburg, seine Eltern haben nicht mal einen Fernseher.

Mike Schmid kann vom Skicross nicht leben und arbeitet im Sommer in seinem ursprünglich erlernten Beruf als Strassenbauer.

Didier Cuche ist ursprünglich Metzger von Beruf - heute ist er einer der bestverdienendsten Skistars der Schweiz.

Reto von Arx stammt aus einem Polizisten-Elternhaus. Heute ist er bekanntlich das Alphatier beim HC Davos.

Maja Pedersen-Bieri, Olympiasiegerin im Skeleton von 2006, arbeitete vor ihrem Rücktritt als Sekretärin im Sportzentrum Lillehammer (NOR).

Auch Bernhard Russi, Marie-Thérèse Nadig oder Heini Hemmi kommen aus sogenannt einfachen Verhältnissen

Aber auch bei den ausländischen Sportlern gibt es solche, die - sinngemäss - ab April wieder zu Pickel und Schaufel greifen.

Lowell Bailey beispielsweise. Der US-Biathlet verdient als Musiker sein «richtiges» Geld. Die ästerreichische Skicrosserin Karin Huttary (Bronze in Vancouver) arbeitet als Massagetherapeutin. Shannon Bahrkes  (Skiakrobatin, holte ebenfalls Bronze) aus den USA managt eine Kaffehaus-Kette. Skeleton-Pilot Jeff Pain (Gold) ist in Kanada Landschaftsgärtner.

Gut möglich also, dass die richtigen Büezer die grösseren Sportler sind. (cls)

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