«Auf der Linie ist Benito der Beste»

Der FC Aarau gewinnt zum Saisonauftakt dank einer starken Mannschaftsleistung gegen GC 1:0. Einer überragte alle: Torhüter Ivan Benito. Der Aarauer Cheftrainer Jeff Saibene und das grosse Kompliment an seinen Torhüter.

Ruedi Kuhn

Jeff Saibene ist kein Mann der grossen Worte. Bescheidenheit ist für den Luxemburger eine Zier. Nach dem Spiel gegen die Grasshoppers geriet der Aarauer Trainer aber doch ins Schwärmen. «Für mich», so der neue Chefcoach, «ist Ivan Benito auf der Linie der beste Torhüter in der Schweiz. Seine Reflexe in den Duells Mann gegen Mann sind hervorragend.»

Ein wichtiges Puzzleteil

Benito selbst nimmt die lobenden Worte mit Freude zur Kenntnis und sagt: «Wenn ein solches Kompliment vom eigenen Trainer kommt, ist es besonders schön. Aber», so der 32-jährige Teamsenior weiter, «ich bin innerhalb der Mannschaft nur ein Puzzleteil.» Ein wichtiges Puzzleteil allerdings. Benitos starke Paraden gegen zwei Abschlussversuche von Davide Callà waren am Ende ausschlaggebend für den Gewinn der drei Punkte. Der Aarauer Goalie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er sich gegen den anstürmenden Gegenspieler möglichst breit macht, den Winkel verkürzt und lange stehen bleibt.

Benitos Stärke auf der Linie ist jedoch nur das eine. Verbessert hat er sich zuletzt auch bei hohen Bällen und im Herauslaufen. Er ist sich beispielsweise nicht zu schade, seinen Kasten in besonders brenzligen Situationen mit einer Faustabwehr rein zu halten. Dank seiner Erfahrung und Routine strahlt er überdies eine grosse Sicherheit aus und wird seiner Vorbildfunktion für die Talente innerhalb des Kaders durchaus gerecht.

Benito warnt nach dem überraschenden 1:0 gegen GC jedoch vor allzu grosser Euphorie: «Der Erfolg gegen die Zürcher hat gezeigt, wozu wir in dieser Saison fähig sind. Mehr aber auch nicht. Dieser Sieg ist nur ein erster Schritt. Der FC Aarau muss sich im Klaren sein, dass er vor einer schwierigen Saison steht.»

«Fantastische Solidarität»

Der entscheidende Pluspunkt im Spiel gegen GC war die Kompaktheit und die gute Organisation innerhalb des Teams. «Die Solidarität innerhalb des Kaders», so Benito, «ist fantastisch. Man spürt, dass jeder für den andern ans Limit geht.» Dass sich die Spieler mit ihren Frauen und Freundinnen nach der Partie gegen GC noch zu einem Abendessen getroffen haben, ist ein weiterer Beweis für den Gemeinsinn.

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