Apropos: Frau Fussballer

François Schmid-Bechtel über die Frauen der Fussballspieler

Geben Sie es zu! Zu Hause in Ihrer Kommode, ganz tief unten, haben Sie bestimmt auch eine Unterhose mit einem Elefantenrüssel dran. Nicht? Cristiano Ronaldo soll mit Vorliebe solche Dinger tragen, damit sein Piephahn nicht unkontrolliert in der Gegend rumeiert. Denn wehe, Ronaldo hat seinen Piephahn nicht unter Kontrolle. Anwälte, Medien und vor allem gehörnte Frauen würden ihn in der Luft zerreissen.

Geht es nach Nereida Gallardo, ist Ronaldo gar ein regelrechter Disziplinfanatiker - zumindest was seinen Piephahn betrifft. Das Nackt-Model, ehemalige Ex des Weltfussballers, hat nicht nur ausgeplaudert, wo Ronaldo seinen Piephahn verstaut, sondern auch, was er damit
anstellt respektive eben nicht anstellt. «Er tat sein Ding in den Rüssel, aber schaffte es nicht, ihn auszufüllen. Er ist nicht gut im Bett, sein Sex ist mager. Ich habe drei-, viermal einen Orgasmus gehabt, er schläft nach dem ersten ein.» So fies!

Ja, ja, die Spielerfrauen. Die habens auch nicht immer leicht. Shopping-Exzesse, bis die Hühneraugen nichts mehr sehen. Ständig hübsch aussehen, lächeln und ein Fähnchen schwenken, bis der Fotograf endlich mal knipst. Danach so lange trinken, Party feiern und rumzicken, bis ihr die Boulevardpresse endlich mal eine Story widmet. Und dann noch diese Ablehnung. Keiner nimmt einen ernst. Selbst wenn man wie Alex Gerrard einige tausend Pfund für ein Cloé-Silverado-Täschchen hinblättert, rümpft man bei den Luxuslabels die Nase, weil diese einen Imageschaden befürchten, falls die «Sun» Frau Gerrard ablichten sollte, wie sie mit ihrem Täschchen aus Pythonleder einen Paparazzo verprügeln will. Nein, nein, das Leben als Spielerfrau ist kein Zuckerschlecken, auch wenn Mehmet Scholl mal gesagt hat, er wolle in einem späteren Leben Spielerfrau werden.

Dagmar Thiam, die Frau des früheren deutschen Profis Pablo Thiam, sagt: «Das Leben für die Frau eines Fussballers bedeutet, 80 Prozent allein zu Hause zu sitzen. Bestimmt 200 Abende im Jahr habe ich allein zu Hause verbracht.» Na also. Und wer sagt den jungen hübschen Frauen, wie sie diese Abende sinnvoll nutzen können? Die Ausbildung zur Fussballerfrau ist noch eine Marktlücke.

In Deutschland wird nun ein Mädchen durch den Kakao gezogen, die mit dem Schweizer Fussballer Fabian Lustenberger liiert ist. Monique hält Alice Schwarzer wohl für eine Kosmetiklinie, aber einfach nur das Heimchen am Berliner Herd zu spielen, schien ihr zu eintönig. Also bewarb sie sich bei der ProSieben-Show «Sommermädchen 2009». Im Wissens-Quiz «Wer bin ich?» erhielt sie die Hinweise: Ich bin Bürgermeister, schwul und das ist auch gut so. Gemeint war der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit. Monique: «Ich wusste nicht mal, wie der schwule Bundeskanzler aus Berlin heisst.» Ja, was erwarten wir denn von Spielerfrauen? Etwa, dass sie abends über Literatur oder Politik diskutieren wollen? Wohl kaum, dann wären sie ja nicht Spielerfrauen.

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