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Antidoping Schweiz macht erstmals Blutkontrollen

Matthias Kamber, Direktor von Antidoping Schweiz

Matthias Kamber, Direktor von Antidoping Schweiz

Mit «Clean Water» lanciert Antidoping Schweiz erstmals ein Projekt mit Blutkontrollen und Blutpässen.

Partner sind Swiss Swimming, das Laboratoire Suisse d'Analyse du Dopage (LAD) sowie das Biotechnologie-Unternehmen Amgen. "Dank der Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft können wir nun in der Schweiz Blutkontrollen und Blutpässe einführen", sagte Matthias Kamber, der Direktor von Antidoping Schweiz. "Dies ist dringend nötig, um mit der internationalen Entwicklung in der Dopingbekämpfung Schritt zu halten."

Neun Schweizer Spitzenschwimmerinnen und -schwimmer werden in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2012 in London regelmässig kontrolliert. Die aus dem Projekt gewonnenen Daten ermöglichen das Erstellen eines individuellen Langzeitprofils, das Unregelmässigkeiten, die auf eine Anwendung von Doping schliessen lassen, sichtbar macht.

Das Projekt wird vorerst für ein Jahr durch das Biotechnologie-Unternehmen Amgen mitfinanziert und wissenschaftlich begleitet. Bisher war es Antidoping Schweiz wegen fehlender Geldmittel nicht möglich, neben Urin- auch Blutkontrollen durchzuführen.

"Diese Zusammenarbeit mit Industrie und Verbänden ist ein wichtiger Meilenstein in der Bekämpfung gegen Doping", sagte Corinne Schmidhauser, Präsidentin von Antidoping Schweiz. Dopingbekämpfung sei aber eine gemeinsame Aufgabe von Verbänden, Privaten und Bund. Sie hoffe deshalb, dass auch der Bund diese Verantwortung mittrage und den seit Jahren gleichgebliebenen Beitrag den neuen Herausforderungen entsprechend erhöhe.

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