Von den Top-Cracks dem Ausscheiden am nächsten stand Andy Murray (Gb/ATP 4), der sich gegen den Franzosen Richard Gasquet (ATP 45) nach einem 0:2-Satzrückstand noch durchsetzen konnte. Bei den Männern musste keiner aus den Top 16 der Setzliste die Segel streichen.

Mit Gasquet, der zuletzt die Turniere in Bordeaux und Nizza gewonnen hatte, stand Murray gleich zu Beginn des zweiten Grand-Slam-Turniers des Jahres eine harte Prüfung bevor. Der Schotte bestand diese zwar nicht mit Bravour, bewies aber Moral und rang den Franzosen dank der besseren Kondition nach 4:04 Stunden 4:6, 6:7 (5:7), 6:4, 6:2, 6:1 nieder. Bereits 2008 in Wimbledon hatte Murray, der vor einem Jahr in Roland Garros die Viertelfinals erreicht hatte, gegen Gasquet noch gewonnen, nachdem er bereits mit 0:2-Sätzen zurückgelegen hatte.

Murray gelang die Wende Mitte des dritten Satzes. Nachdem er seinen Service zum 2:3 abgegeben hatte, gelang ihm postwendend erstmals, den Aufschlag des Franzosen zu durchbrechen. Danach hatte der Schotte Oberwasser. Obwohl Gasquet im fünften Satz beim Stand von 1:1 noch einmal zu einer Breakchance kam, kehrte das Momentum nicht mehr auf die Seite des Franzosen zurück. Letztlich war der Kräfteverschleiss auf Seiten Gasquets zu gross: In den letzten zwei Wochen hatte der ehemalige Top-Ten-Spieler zehn Partien bestritten.

Einen Satzgewinn musste Novak Djokovic (Ser/ATP 3), der Halbfinalist von 2008, dem Kasachen Jewgeni Korolew zugestehen. Der Serbe, der in der Vorbereitung auf Paris mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, setzte sich 6:1, 3:6, 6:1, 6:3 durch.