Martin Andermatt
Andermatt zittert um seinen Job

Ist Martin Andermatt schon heute Abend nicht mehr Trainer des FC Aarau? Die Trainerfrage steht nach der 0:4-Pleite gegen Sion im Zentrum des heutigen Geschehens.

Drucken
Teilen

Ruedi Kuhn

Die Aarauer Klubverantwortlichen hielten gestern trotz dem 0:4-Debakel in Sion und trotz heftigster Kritik an Trainer Martin Andermatt fest. Was aber passiert im Verlauf des heutigen Tages? Entscheiden sich Präsident Alfred Schmid, Vizepräsident Roger Geissberger und Sport-Koordinator Urs Bachmann an der kurzfristig anberaumten Sitzung doch noch für einen Trainerwechsel? Kehrt der momentan vereinslose Luxemburger Jeff Saibene ins Brügglifeld zurück? Wechselt der Pole Ryszard Komornicki Hals über Kopf vom Challenge-League-Verein Wil zum FC Aarau? Oder übernimmt gar Ranko Jakovljevic, der erfolgreiche Trainer vom Team Aargau, das Zepter?

Die Trainerfrage steht beim FC Aarau zweifellos im Brennpunkt des Geschehens. Für Diskussionsstoff ist in den nächsten Tagen gesorgt. Die miserable Leistung der völlig verunsicherten Aarauer beim 0:4 gegen den FC Sion hinterlässt deutliche Spuren. Bachmann hatte einen Tag nach der Pleite im Wallis kaum eine ruhige Minute und musste sich in diversen Gesprächen mit der sportlich prekären Situation herumschlagen.

Hoffen auf ein Wunder

Die Stimmung bei den Spielern der ersten Mannschaft ist vor der Partie gegen Xamax alles andere als euphorisch. Einzelne Akteure haben das Heu mit Andermatt seit geraumer Zeit nicht mehr auf der gleichen Bühne. Sie nehmen den Trainer sogar als Alibi für ihre schlechten Leistungen. Diese Tatsache lässt sieben Runden vor Saisonende nichts Gutes erahnen. Der Abstieg aus der Super League nach 29 Jahren Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse kann wohl nur noch mit einem Fussballwunder verhindert werden.

Zurück zu Andermatt, der nach dem Auslaufen im Sittener Stade de Tourbillon und der dreistündigen Busfahrt in den Aargau die Trainingseinheit vom Sonntagmorgen kurzerhand gestrichen hat. Heute um 10 Uhr wird im Brügglifeld aber wieder in die Hände gespuckt. Dann nimmt Andermatt wohl einen weiteren Anlauf und bereitet das Team wie schon so oft mit Fleiss und Akribie auf die nächste Aufgabe vor. Bleibt zu schlechter Letzt ein Blick auf die niederschmetternde Bilanz des erfolglosen Coaches: 17 Meisterschaftsspiele, nur ein Sieg und lediglich sechs Punkte. Kommt das blamable Cup-Out in Biel zu Beginn seiner Tätigkeit hinzu. Wenn das keine Gründe für eine Entlassung sind.

Aktuelle Nachrichten