Im Final verbesserte der Vorjahressieger den von ihm gehaltenen Schanzenrekord um einen halben auf 136 m.

Von den Top Ten der Gesamtwertung sind nur Ammann und Robert Kranjec nach Japan gereist. Der Slowene ist auch der einzige, der zumindest noch theoretische Chancen hat, den ersten Schweizer Gesamtsieg im Sommer-Grand-Prix zu verhindern. Ammann liegt vor dem zweiten Springen auf der Olympia-Schanze von 1998 und dem Final am 3. Oktober in Klingenthal 180 Punkte vor Kranjec. Er wird den Sack am Sonntag zumachen.

Der Ranglistenkopf erinnerte an eine japanische Meisterschaft mit ausländischer Beteiligung. Unter den ersten sieben klassierten sich neben Ammann und Kranjec (6.) fünf Einheimische. Den Tagessieg sicherte sich Noriaki Kasai (37) vor Fumihisa Yumoto. Vierter wurde Kazuyoshi Funaki (34), der vor elf Jahren auf der Grossschanze von Hakuba Olympiasieger im Einzel und mit der Mannschaft geworden war und seit vier Jahren nicht mehr im Weltcup springt.

Ammann, der im Vorjahr beide Konkurrenzen gewonnen hatte, konnte sich im Final trotz einem tollen Satz und Schanzenrekord vom dritten Zwischenrang nicht nach vorne arbeiten. Im Anschluss an seinen Sprung wurde der Anlauf gleich um fünf Luken verkürzt. Dank der neuen Kompensationsformel reichten den Japanern auch weit kürzere Sprünge zur erfolgreichen Verteidigung ihrer Positionen. Die neuen Regeln können eben nicht nur die Fairness, sondern als lästigen Nebeneffekt auch die Verwirrung markant erhöhen.

Als "Ersatz" für Andreas Küttel, der zu Hause geblieben ist, erhält in Hakuba Marco Grigoli seine nächsten Chancen. Der 18-jährige St. Moritzer musste sich nach überstandener Qualifikation mit dem 50. und letzten Platz bescheiden. Der Wettkampfsprung misslang Grigoli völlig.

Hakuba (Jap). Springen. Sommer-Grand-Prix (Grossschanze): 1. Noriaki Kasai (Jap) 255,5 (123,5 m/127,5 m). 2. Fumihisa Yumoto (Jap) 251,0 (121,5/126,5). 3. Simon Ammann (Sz) 242,0 (120,5/136/Schanzenrekord). 4. Kazuyoshi Funaki (Jap) 230,2 (123,5/126,5). 5. Taku Takeuchi (Jap) 222,9 (116,5/123,5). 6. Robert Kranjec (Sln) 216,6 (115,5/123). 7. Daiki Ito (Jap) 212,6 (110,5/120,5). 8. Akseli Kokkonen (No/Fi) 211,8 (123/117,5). 9. Mitja Meznar (Sln) 210,7 (123,5/118,5). 10. Georg Späth (De) 204,3 (114,5/118). - Nicht im Final der besten 30: 50. Marco Grigoli (Sz) 40,2 (90,5).

Stand im Sommer-Grand-Prix (7/9): 1. Ammann 477. 2. Kranjec 297. 3. Adam Malysz (Pol) 294. 4. Denis Kornilow (Russ) 248. 5. Anders Jacobsen (No) 236. 6. Harri Olli (Fi) 215. Ferner: 12. Kasai 167. 34. Andreas Küttel (Sz) 40.