FC Aarau
«Am gescheitesten würde ich jetzt zurücktreten»

Nach dem Sieg von gestern scheint der Ligaerhalt beim FC Aarau wieder erreichbar. Möglich macht es der neue Trainer Ranko Jakovljevic. Er punktet mit seiner coolen und abgeklärten Art. Wie lange er bleibt, ist jedoch offen.

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Bevor dem Match los ging, nahm Ranko Jakovljevic jeden einzelnen Spieler ins Gebet. Sprach mit ihm, legte ihm dar, was er will. Selbst auf dem Spielfeld kurz vor dem Match gabe er noch individuelle Anweisungen, so unterhielt sich Jakovljevic länger mit David Marazzi.

Spielbesuchern fiel auf: der Neue agiert sehr ruhig und abgeklärt, keine Spur von Hektik. Der Mann steht nicht gern im Vordergrund, er sieht das Team. Er werde sofort wieder ins zweite Glied zurücktrenten, sobald ein Nachfolger gefunden sei, sagte Jakovljevic. «Am gescheitesten würde ich jetzt zurücktreten», scherzte er. Dann würde er wohl als erfolgreichster Trainer in die Geschichte eingehen, mit einer Erfolgsquote von 100 Prozent.

Jeff Saibene: Retter in der Not?

Soweit soll es aber nicht kommen. Wenn der FC Aarau auch nächsten Samstag das Spiel gegen den FC Zürich gewinne, so FCA-Präsident Alfred Schmid, sei es gut möglich, dass Jakovljevic den vakanten Trainerposten übernehme. Damit wären jedoch nicht alle Probleme des Tabellenletzten gelöst, denn: Ranko Jakovljevic besitzt keine Trainerlizenz.

Ein Möglichkeit der fehlenden Lizenz beizukommen, ist der geschasste Jeff Saibene, der die nötige Trainerlizens besitzt. Ihn könnte man mit Jakovljevic an der Seitenlinie postieren. Er erhält aufgrund des laufenden Vertrags noch immer sein Gehalt vom FCA. Gegenüber Tele M1 sagte er gestern: «Ich würde dem Club sofort helfen.» Er glaube jedoch nicht daran, dass die Verantwortlichen auf ihn zukommen würden.

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